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Die grosse EKS-Malaktion startet

Ran an die Pinsel

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, die sieben Vereine, die in den kommenden Wochen und Monaten sieben Trafohäuschen der EKS AG verschönern werden.

In Löhningen etwa wird der Kochclub Probierlöffelchuchi nun Pinsel statt Schneebesen schwingen. In Stühlingen macht sich das Akkordeon-Orchester an die Arbeit, das gleich gegenüber dem Probenlokal gelegene Trafohäuschen in ein Symbol für die Energiewende zu verwandeln. In Thayngen wird das Volleyball-Team aktiv, in Lottstetten der Radfahrverein, in Iznang der Segelclub, in Neunkirch die Jugendkommission und in Gailingen der Verein für Jüdische Geschichte. Bereits zum Aktionsstart erhalten die Teilnehmer jeweils 1'000 Franken oder 850 Euro für die Vereinskasse.
Wenn im Laufe des Sommers dann alle Trafohäuschen bemalt sein werden, werden die beiden schönsten Kunstwerke per Publikumswahl ermittelt. Die Gewinner dürfen sich dann über die Verdopplung des Betrags freuen. Jürgen Baltes

Segelclub Iznang

Immer mit dem Wind
«Für uns Segler ist die Wende durch Windkraft nichts Neues», sagt Tatjana Mikulin, Vorsitzende des Segelclubs Iznang. Als naturnaher Verein begrüsse man auch die politische Wende. Das Kunstwerk des Segelclubs soll das Engagement der Segler symbolisieren: Das Segel steht für den Aufbruch, das Vereinsemblem für die Mitglieder, die ihre Hilfsmotoren durch Elektroantriebe ersetzen und ihren Bordbedarf durch Solarpaneelen, Windräder und Hydrogeneratoren decken. Es liege an jedem Einzelnen, die Energiewende in seinem Umfeld zu leben, sagt Tatjana Mikulin.

Akkordeon-Orchester Stühlingen

Symphonie der Energie
Jede Woche probt das Akkordeon-Orchester Stühlingen für kleinere und grössere Auftritte. Direkt vor dem Probenraum steht das Trafohäuschen der EKS AG. Da lag nichts näher, als sich für dessen Verschönerung zu engagieren, sagt die erste Vorsitzende Annegret Hotz. Im Entwurf des Orchesters fügen sich Wind, Sonne, Wasser, Mais und Holz zu einer harmonischen Symphonie zusammen, aus deren Energie sich eine Leuchte speist.

Probierlöffelchuchi Klettgau

Kilowatt zu Kalorien
Normalerweise werden im Probierlöffelchuchi Klettgau Kochlöffel und Schneebesen geschwungen. Die zwölf Mitglieder kochen jeden Monat zusammen und bestreiten auch schon mal grössere Events. Nun werden die ambitionierten Hobbyköche stattdessen den Pinsel in die Hand nehmen. Die natürlichen Energieträger Sonne, Wind und Wasser sind ihre Motive. Denn wertvolle natürliche Rohstoffe und natürlich Energie sind die wesentlichen Zutaten beim Kochen.

Jugendkommission Neunkirch

Volle Power für die Jugend
Die Jugendlichen der Jugendkommission Neunkirch sehen das Thema Energie aus einer anderen Perspektive. Strom brauchen die Jugendlichen vor allem für ihre Musikanlage im eigenen Jugendraum. Deshalb soll das örtliche Trafohäuschen den «Jugend(t)raum» von innen widerspiegeln, mit kreativen Tänzern im bunten Licht. Schüler der Oberstufe haben die Idee entwickelt. Die vom Gemeinderat eingesetzte Jugendkommission als Kontaktstelle zwischen Jugend und Gemeinde wolle damit auch ein Zeichen gegen illegale Graffiti und Schmierereien setzen, sagt deren Vorsitzende Claudia Heldt.

Verein für Jüdische Geschichte Gailingen

Die Welt etwas besser machen
Tikkun ha’olam lautet eine zentrale Maxime der jüdischen Religionsgesetze. Sie stehe für die Reparatur oder Verbesserung (Tikkun) der Welt (Olam) und beschreibe die gemeinsame Verantwortung aller Menschen, die Welt täglich ein Stück besser zu machen, sagt Joachim Klose vom Verein für Jüdische Geschichte in Gailingen. In diesem Sinne werden Kinder der Gemeinde die dortige Trafostation mit einem siebenarmigen Leuchter (Menora) als Symbol der Erleuchtung sowie der Arche Noah verzieren.

Radfahrverein Lottstetten

Wasser-, Wind- und Muskelkraft
Beim Radfahrverein Lottstetten dreht sich alles ums Rad. Domäne der ambitionierten Amateure ist vor allem das Kunstradfahren. Und so wird auch der Entwurf für das Lottstetter Trafohäuschen vom Rad bestimmt. Wasserrad, Windrad und ein Fahrrad, das einen Generator antreibt, liefern Energie für die Heimat, die durch das Kloster Rheinau symbolisiert
wird. Zudem wolle eine Lottstetter Künstlerin dem Verein helfen, sein Kunstwerk zu optimieren, kündigt Vorstand Norbert Papok an.

Volleyball Team Thayngen

Grün als Farbe der Erneuerung
Seit 15 Jahren trifft sich das Volleyball-Team jeden Mittwoch zum Baggern und Pritschen. Die derzeit 17 Mitglieder sind offen für Neue und Neues. Nun werden sie erstmals zusammen die Pinsel schwingen. Ganz grün soll das Trafohäuschen der Gemeinde werden – die Farbe des Lebens, der Hoffnung und der Erneuerung, wie Vereinsmitglied Alice Ferreira
sagt. Der markante Slogan «Wo steckst du ein?» thematisiert die beiden Energiewelten: Auf der einen Seite die «alte Welt» mit Kohle und Atom, auf der anderen die Zukunft mit Wind, Wasser und Sonne.

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