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Bienen liefern nicht nur leckeren Honig, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Ernährung. Fleissig bestäuben sie ­von Frühjahr bis Herbst unzählige Pflanzen. Ohne Bienen würden wir beispielsweise 75 Prozent weniger Obst ernten können. Doch der Lebensraum der Bienen wird durch Monokulturen, Pestizide und grosse Städte immer kleiner. Von den rund 620 Wildbienenarten in der Schweiz ist fast ein Drittel vom Aussterben bedroht.

Im Kanton Schaffhausen beheimatet vor allem der Randen mit seinen Magerwiesen noch einige Wildbienenarten, die in der übrigen Schweiz schon ausgestorben sind. Von den 140 Imkern im Kantonalen Bienenzüchterverein Schaffhausen werden zudem etwa 1 500 Bienenvölker gehalten. Um die Bienen zu schützen, können ihnen jedoch auch Privatleute im Garten und auf dem Balkon blühende Bäume, ­Büsche und Blumenwiesen sowie Schlafplätze anbieten.

Mehr über Bienenpflege und Zucht unter:
www.bienen-sh.ch

Wildbienen für daheim

Um den bedrohten Bienen und den Schweizer Obstbauern zu helfen, hat das 2013 gegründete Start-up Wildbiene + Partner aus Zürich eine innovative Lösung erdacht. Sie verschicken Bienenhäuschen mit einer Startpopulation von 25 Mauerbienchen an alle Privatleute, die ­diesen harmlosen Wildbienen ein blühendes Zuhause auf ­Balkon oder Terrasse bieten möchten. Im Frühling schlüpfen die Bienen, bestäuben zahllose Pflanzen, vermehren sich – und wenn sie sich in den Winterschlaf begeben, kann man sie an das

Unternehmen zurückschicken. Dort werden sie den Winter über versorgt, und im Frühjahr bekommt jeder Bienenpate kostenlos erneut 25 Mauerbienchen zugeschickt.

Da sich die Bienen über den Sommer vermehrt haben, wächst die Gesamtpopulation so von Jahr zu Jahr, und Wildbiene + Partner kann mehr und mehr Schweizer Obstplantagen mit Wildbienen für den Obst- und Beerenanbau versorgen.

(idw)

Mehr dazu unter:
www.wildbieneundpartner.ch

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