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Wie wir uns ernähren, hat einen grossen Einfluss auf Umwelt und Klima. Rund ein Drittel der durch unseren Konsum verursachten Umweltbelastung entsteht durch unsere Ernährung. Vor allem der hohe Fleischkonsum schlägt aufs Klima. Für die Produktion von 1 Kilogramm (kg) Rindfleisch entweichen laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) bis zu 17 kg CO2 in die Atmosphäre. Hinzu kommt der Verbrauch von Wasser und Land für den Anbau von Futter für die Viehzucht. Aber auch eiweisshaltige Alternativen wie Tofu oder Quinoa sind durch die langen Transportwege nach Europa nicht unproblematisch.

Der Schlüssel für umweltschonendes Kochen sind kreative Menüs mit einem hohen Anteil regionaler und saisonaler Produkte – mit viel Gemüse, Obst und Getreide sowie nur ab und an Fleisch. 

Ein Steak von nebenan

Wie lassen sich Klimaschutz und Viehzucht miteinander verbinden?

EKS ON! hat bei Familie Morgenegg, den Betreibern des Bolderhofs in Hemishofen, nachgefragt. 

Heinz Morgenegg: Unser Hof ist zertifiziert von Demeter, KAG Freiland und Bio Suisse und durch eine grosse PV-Anlage auf dem Dach energie- und klimapositiv. Unsere Büffel und Kühe haben das ganze Jahr über Auslauf auf der Weide und werden mit Gras, Heu und Ganzpflanzenmais gefüttert. Die Anbauflächen dienen dem Humusaufbau der Böden und stehen nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Damit die Tiere möglichst wenig Stress haben, werden sie nur einzeln in das zwei Kilometer entfernte Schlachthaus transportiert. Unser Fleisch verkaufen wir direkt an die Konsumenten auf dem Puure Märkt, einer Markthalle in Schaffhausen, und über die Internetseite www.bioonline.ch.

Mehr erfahren: www.bolderhof.ch

Rezept Ungarisches Kartoffelgulasch

> zum Rezept

Fleischlos glücklich

Tofu

den Klassiker aus Soja gibt es in fester und weicher Konsistenz; kann beliebig gewürzt werden

Quorn

in der Schweiz beliebtes Proteinprodukt aus Schimmelpilz, das an Hühnerfleisch erinnert

Tempeh

weniger bekanntes fermentiertes Sojaprodukt aus Indonesien

Seitan

aus China stammende bissfeste Fleischalternative aus Weizen

Lopino

braucht kaum Transportwege, da es aus den Samen europäischer Süsslupinen stammt

Quinoa

eiweisshaltiges und glutenfreies Getreide aus den Anden

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