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Fragen und Antworten

Energiewende leben! Wir arbeiten regional und bürgernah. Deshalb suchen wir den direkten Draht zu Ihnen. Wir interessieren uns für Ihre Fragen rund ums Thema Energie. Alle bisher gestellten Fragen und Antworten finden Sie hier auf unserer neu eingerichteten Dialog-Seite. Sie haben weitere Fragen an die EKS AG oder möchten mehr über Energiethemen erfahren? Dann zögern Sie nicht, sondern stellen Sie uns Ihre Fragen gleich jetzt!

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Ihre EKS AG

Energie allgemein

Was ist eigentlich…

... Graphit?

Graphit ist ein häufig vorkommendes Mineral und als solches eine der natürlichen Erscheinungsformen des chemischen Elements Kohlenstoff in Reinform. Der Name leitet sich aus dem Altgriechischen graphein ab, was schreiben bedeutet. Damit wird auf den Umstand hingedeutet, dass Graphit auf Papier oder anderen rauen Oberflächen durch Abreibung der einzelnen Blättchen eine Ablagerung hinterlässt. Sie findet im vertrauten Bleistift - oder etymologisch auch als Grafitti - ihre Anwendungen.

... ppm?

ppm ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck «parts per million» (deutsch «Teile von einer Million») und steht für die Zahl 10-6 bzw. 0,000 001. Er wird in der Wissenschaft und der Technik für den millionsten Teil verwendet, so wie Prozent (%) für den hundertsten Teil, also 10-2, bzw. 0,01 steht.

... Klimawandel?

Unter Klimawandel versteht man die Veränderung des Klimas auf der Erde unabhängig davon, ob die Ursachen auf natürlichen oder menschlichen Einflüssen beruhen. Die gegenwärtige, vor allem durch den Menschen verursachte globale Erwärmung ist ein Beispiel für einen (noch nicht abgeschlossenen) Klimawandel. Dieser Prozess verläuft erheblich schneller als alle bisher bekannten Erwärmungsphasen der jüngeren Erdgeschichte. So erwärmte sich die Erde beim Übergang von einer Eiszeit in eine Zwischeneiszeit binnen ca. 10000 Jahren etwa um 4 bis 5 °C. Bei der menschengemachten globalen Erwärmung wird jedoch eine Temperaturerhöhung von 4 bis 5 °C innert 100 Jahren erwartet; die Erwärmungsgeschwindigkeit ist etwa 100 mal grösser als bei historischen natürlichen Klimaveränderungen.

... Torf?

Torf bildet sich aus einer Ansammlung nicht - oder nur unvollständig - zersetzter pflanzlicher Substanzen, die in Mooren entstehen. Im getrockneten Zustand ist der Torf brennbar. Die Entstehung von Torf geht sehr langsam vor sich. Als Durchschnittswert für die Torfablagerung in einem Moor ist ein Mittelwert von 1 mm pro Jahr anzusetzen (bis zu 10 mm  pro Jahr sind auch möglich). Die Entstehung des berühmten Teufelsmoores bei Worpswede in Norddeutschland benötigte rund 8 000 Jahre.

... autonomes Fahren?

Unter autonomem Fahren ist die Fortbewegung von fahrerlosen Transportsystemen zu verstehen. Eigentlich sind vom Ursprung des Wortes her motorisierte Fahrzeuge schon immer autonom: Der Begriff Auto(mobil) besagt ja, dass sich das Gefährt ohne geschoben oder von Tieren gezogen zu werden wie von alleine fortbewegt. Seit in Fahrzeugen aber Mikroprozessorsysteme und Sensoren zusammenwirken, erfährt der Autonomiebegriff eine Präzisierung: Das Fahrzeug macht nicht den Fahrer autonom, sondern es fährt selbständig.

... E-Bike?

E-Bike ist eine spezielle Ausführung eines Velos, bei dem der Fahrer von einem Elektroantrieb unterstützt wird. Die Begriffe E-Bike, Pedelec und Elektrofahrrad werden in Deutschland in Österreich oft synonym verwendet, in der Schweiz ist die Bezeichnung E-Bike die verbreitetste. Eine rechtliche Definition der Begriffe gibt es nicht, die verkehrsrechtliche Einordnung dieser Fahrzeuge unterscheidet sich in den genannten Ländern jedoch deutlich. In der Schweiz gilt ein E-Bike mit einem maximal 500 Watt starken Motor mit Tretunterstützung bis zu 25 km/h als Leicht-Motorfahrrad, ein S-Pedelec ist den Motorfahrrädern gleichgestellt und somit führerschein- und vignettenpflichtig.

... Mobilität?

Unter Mobilität versteht man die Beweglichkeit von Personen und Gütern in einem geographischen Raum, wobei zur Mobilität auch die Möglichkeit und Bereitschaft zur Bewegung gehören. Mobilität ist demnach nicht mit Verkehr gleichzusetzen, da Mobilität auch die individuellen Motive und Hintergründe umfasst. Der Verkehr macht gewissermassen die räumliche Mobilität zu einem bestimmten Zeitpunkt sichtbar und ist damit ein Teil von ihr.

... Quartär?

Quartär heisst das jüngste geologische Zeitalter, das in weiten Teilen der Erde für die Vereisungen und Vergletscherungen bedeutsam war. Es hat vor rund 2,6 Millionen Jahren begonnen und dauert bis heute an. Die moderne Quartärforschung ist interdisziplinär und umfasst verschiedene Wissenschaften wie Klimatologie, Geologie, Ozeanographie, Archäologie oder Anthropologie. Die Anwendung all dieser Ansätze zur Erklärung der quartären geologischen Archive hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts massgeblich dazu beigetragen, wie die jüngere Erdgeschichte heute interpretiert wird. Mit sogenannten Quartärbohrungen werden Bohrkerne gewonnen, die Hinweise zu Erosionsprozessen und zur tektonischen Aktivität in der Vergangenheit liefern können.

... EnergieSchweiz?

EnergieSchweiz wurde ursprünglich von Bundesrat Adolf Ogi als Energie 2000 ins Leben gerufen. Das Programm wurde 2001 durch Bundesrat Moritz Leuenberger unter dem Namen EnergieSchweiz neu lanciert. 2011 ist es in seine dritte Dekade gestartet und wendet sich direkter an die Endkonsumenten. Die Aktivitäten von EnergieSchweiz sind auf die Sensibilisierung, Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung, Qualitätssicherung, Vernetzung und Förderung fortschrittlicher Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausgerichtet.

... CO2?
... SWICO?

SWICO (Abkürzung für Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik) ist ein Schweizer Wirtschaftsverband mit Sitz in Zürich. 1940 als Verein unter dem Namen «Schweizerischer Büro-Fachverband» gegründet, setzt er sich heute als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen überdies eine breite Palette von Business-Dienstleistungen. Die rund 450 SWICO-Mitglieder  Swico-Mitglieder beschäftigen 56 000 Mitarbeitende und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 40 Milliarden Franken. SWICO Swico betreibt das nationale Rücknahmesystem für ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte aus den Bereichen Informatik, Unterhaltungselektronik, Büro, Kommunikation, grafische Industrie sowie Mess- und Medizinaltechnik.

... ein PS?

Der Begriff PS (Pferdestärke) geht zurück auf den Erfinder der Dampfmaschine James Watt, als er im Jahr 1783 die Kraft definierte, mit der Pferde damals das Wasser in Bergwerken mittels Pumpen an die Oberfläche beförderten. Demnach war für ihn eine Pferdestärke die Leistung eines Pferdes, das innerhalb einer Sekunde ein Gewicht von 75 Kilogramm einen Meter hochziehen konnte. Heute ist das Watt selber eine Masseinheit für die Leistung (Energieumsatz pro Zeitspanne). 1 PS entspricht umgerechnet 736 Watt.

... SES?

Die SES (Schweizerische Energie-Stiftung) ist 1976 als Stiftung gegründet worden und engagiert sich seither für eine intelligente, umwelt- und menschengerechte Energiepolitik. Diese orientiert sich an der 2000-Watt-Gesellschaft. Die SES finanziert sich fast ausschliesslich mit privaten Spendengeldern. Sie untersteht der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht und ist von Bund und Kantonen als gemeinnützige Organisation anerkannt.

... kinetische Energie?

Kinetische Energie (auch Bewegungsenergie) ist eine spezielle Form mechanischer Energie. Sie entspricht der Arbeit, die aufgewendet werden muss, um ein Objekt aus der Ruhe in Bewegung zu versetzen. Kinetische Energie hängt von der Masse und der Geschwindigkeit des bewegten Körpers ab. Sie ist umso grösser, je grösser die Masse des Körpers und seine Geschwindigkeit ist. Die Masseinheit der kinetischen Energie ist das Joule.

... eine Omnibusumfrage?

Eine Omnibusumfrage ist eine Form der Primärerhebung in der Markt- und Sozialforschung, bei der Fragen verschiedener Auftraggeber in einem Fragebogen zusammengefasst werden. Bei der Omnibus-Erhebung 2015 des Bundesamtes für Statistik handelte es sich um eine telefonische Befragung bei 3045 Personen, die mittels Zufallsstichprobe aus der Wohnbevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren ausgewählt wurden. Die Ausschöpfungsquote betrug 61 Prozent. Die Befragung wurde zwischen Ende März und Ende Mai 2015 durchgeführt.

... COSMO-CLM?

Das COSMO-CLM ist ein Computerprogramm, das sowohl zum Zwecke der Wettervorhersage als auch für regionale Klimamodellierung verwendet wird. Es wird gemeinsam von nationalen europäischen Wetterdiensten (Consortium for Small Scale Modelling) und einer weltweiten Anwender- und Entwicklergemeinde im Bereich der Regionalen Klimaforschung (CLM-Community) weiterentwickelt. Der Quellcode des COSMO-CLM ist für wissenschaftliche Zwecke verfügbar und kann den Bedürfnissen des Anwenders entsprechend angepasst werden. Er ist in der Programmiersprache Fortran90 geschrieben und wird in der Regel auf UNIX-Systemen kompiliert und angewendet.

... ein hydrologisches Jahr?

Das hydrologische Jahr (auch Abflussjahr oder Wasserwirtschaftsjahr) weicht vom Kalenderjahr ab. Nach der DIN 4049-1 (DIN 1992) beginnt es am 1. November und endet am 31. Oktober des Folgejahres. Durch die Verschiebung zum Kalenderjahr werden auch die Niederschläge erfasst, die als Schnee und Eis gespeichert werden und erst im Frühjahr als Schmelzwasser abflusswirksam sind. Das hydrologische Jahr in der Schweiz und in Österreich dauert vom 1. Oktober bis zum 30. September. Diese Definition berücksichtigt das frühere Einsetzen der Wasserbindung durch Schnee und Eis in den Hochalpen.

... eine GWh?

GWh (Gigawattstunde) ist eine physikalische Masseinheit für Strommengen. Sie basiert auf einer Wattstunde (Wh), die sich aus der Formel  Energie = Leistung x Zeit  ableitet. «Giga» (G) bedeutet 1 Milliarde = 109 = 1 000 000 000 Wattstunden. Nach dem internationalen System für Masseinheiten (SI-System) ist das «Joule» (J) die verbindliche Masseinheit für Energie. Per Definition von Watt gilt: 1 Watt (W) = 1 Joule (J) / Sekunde (s), also kurz: W = J/s oder Ws = J. Aus h = 3600 s folgt: Wh = 3600 J, also GWh = 109 x 3600 J = 3,6 x 1012 J. 1 GWh = 3,6 TJ     (TJ = Tera-Joule = 1012 Joule = Billion Joule).

... Nachhaltigkeit?

«Nachhaltigkeit» hat eine komplexe Begriffsgeschichte. Heute sind im Wesentlichen drei Bedeutungen zu unterscheiden:
-    die ursprüngliche Bedeutung: eine über längere Zeit anhaltende Wirkung
-    die besondere forstwissenschaftliche Bedeutung als forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann
-    die moderne, umfassende Bedeutung im Sinne eines Prinzips, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.

... Ettringit?

Ettringit ist ein Salzkristall, das durch Zement und Gips entsteht, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist. Es ist benannt nach seinem ersten Fundort Ettringen in der Eifel. Der chemische Name ist Calcium-Aluminium-Sulfathydrat. Die Zusammensetzung: Calcium, Aluminium, Sauerstoff, Schwefel, Wasserstoff (Formel: Ca6Al2(OH)12(SO4)3·26 H2O). Bei der Bildung von Ettringit wird sehr viel Wasser chemisch gebunden, das bei Erhitzung Wasser in Dampfform abgibt. Wird das Wasser oder der Wasserdampf in den Beton zurückgeleitet, wird verlustfrei Wärme freigesetzt.

... Empa?

Die  Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) ist – als Teil des ETH-Bereichs dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) zugeordnet – eine Forschungsinstitution für anwendungsorientierte Materialwissenschaften und Technologie. Seit ihrer Gründung 1880 war die Empa eine traditionelle Materialprüfanstalt. Ab Ende der 1980er-Jahre hat sie sich immer mehr zu einer interdisziplinären Forschungseinrichtung gewandelt.

... Sonnenfinsternis?

Sonnenfinsternis ist ein astronomisches Ereignis, bei dem die Sonne von der Erde aus gesehen durch den Mond ganz oder teilweise verdeckt wird, was nur bei Neumond möglich ist, und dementsprechend ein Schatten über die Erde streicht.

… der Unterschied zwischen einem Einfach- und einem Doppeltarif?

Einfachtarif : Mit dem Einfachtarif zahlen Sie rund um die Uhr immer denselben Preis. Doppeltarif : Mit dem Doppeltarif zahlen Sie von 20.00 bis 07.00 Uhr einen günstigeren Preis. Den so genannten Niedertarif.

Erzeugung

Was ist eigentlich…

… ein Wafer?

Ein Wafer bildet die Grundlage der Stromerzeugung bei Solarzellen, in Wafern findet letztendlich der photoelektrische Effekt statt. Bei den Wafern handelt es sich entweder um runde (monokristalline) oder rechteckige (polykristalline) sehr dünne Siliziumscheiben mit einer Stärke von rund 0,2 mm. Es gibt die klassische Herstellung, bei der die Wafer aus Siliziumblöcken gesägt werden. Bei neueren Verfahren werden die Wafer aus flüssigem Silizium hergestellt.

… Opalinuston?

Der Opalinuston gilt als favorisiertes Tongestein, in dem ein atomares Endlager gebaut werden könnte. Es ist vor rund 175 Millionen Jahren in einem Flachmeer der Jurazeit durch allmähliche Ablagerung und Verfestigung von Tonschlamm zwischen Genf und Schaffhausen entstanden. Der Name ist von der Ammonitenart «Leioceras opalinum» abgeleitet, die in jenem Flachmeer lebte. Ihre Schalen haben einen schillernden (opalisierenden) Glanz.

… on-/offshore?

Windenergieanlagen können onshore (im Binnenland) oder offshore (weit von der Küste im Meer), manchmal auch nearshore (an der Küste) gebaut werden. Sie können nur drei, aber auch weit über hundert Anlagen umfassen und wenige MW (Megawatt) bis viele hundert MW Einspeiseleistung erbringen.

… Permafrost?

Laut Lexikon der Geowissenschaften ist Permafrost «Boden, Sediment oder Gestein, welches in unterschiedlicher Mächtigkeit und Tiefe unter der Erdoberfläche mindestens zwei Jahre ununterbrochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aufweist». Konkret: Permafrostböden bilden sich dort, wo die Jahresdurchschnittstemperatur -1 °C und der Jahresniederschlag 1 000 Millimeter nicht übersteigt. Das Auftauen der Permafrostböden in den Alpen setzt ganze Berghänge in Bewegung.

… eine Entsorgungskette?

In der Kernenergie versteht man unter Entsorgungskette den Ablauf von der Entstehung der Abfälle bis zu ihrer Lagerung. Radioaktive Abfälle müssen zuerst in eine langfristig stabile Form gebracht werden (Konditionierung) und in geeignete Lagerbehälter (Betoncontainer, Sicherheitsbehälter aus Stahl) verpackt werden. Bis die geologischen Tiefenlager bereit stehen, erfolgt eine Zwischenlagerung. Die einzelnen Schritte erfolgen unter Kontrolle der Bundesbehörden.

… WKA/WEA?

Eine WKA (Windkraftanlage) oder WEA (Windenergieanlage) – umgangssprachlich auch Windkraftwerk, Windrad oder Windkraftkonverter – wandelt die Energie des Windes in elektrische Energie um zur Einspeisung in ein Stromnetz. Die dominierende Bauform ist die dreiblättrige WKA mit horizontaler Achse und Rotor auf der Luvseite, deren Maschinenhaus auf einem Turm montiert ist und der Windrichtung aktiv nachgeführt wird. WKA werden an Land (onshore) und in Offshorewindparks im Küstenvorfeld der Meere installiert. Die typische Leistung heute gängiger Anlagen (Stand 2016) liegt bei etwa 2 bis 5 MW für Onshoreanlagen und 3,6 bis 8 MW für Offshoreanlagen.

… ein Windpark?

Ein Windpark (auch Windfarm genannt) ist eine räumliche Ansammlung von Windenergieanlagen (WEA). Windparks können im Binnenland (onshore), an der Küste (nearshore) oder in erheblichem Abstand von der Küste auf See (offshore) gebaut werden. Sie können nur drei, aber auch weit über hundert Windenergieanlagen umfassen und wenige MW (Megawatt) bis viele hundert MW Einspeiseleistung erbringen

… Nanotechnik?

Nanotechnik, oft auch Nanotechnologie (altgriechisch nános, Zwerg), ist ein Sammelbegriff, der auf Forschungsgebieten im Bereich von Einzel-Atomen bis zu einer Strukturgrösse von 100 Nanometern (nm) gründet. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9 m). Ein kleiner Zweig der Nanotechnologie beschäftigt sich mit Nanomaschinen, molekularen Maschinen oder Nanobots. Unter Nanobots oder Nanorobotern (auch Naniten) versteht man autonome Maschinen (Roboter) im Kleinstformat.

… Kerosin?

Kerosin, in der Schweiz auch als Flugpetrol bezeichnet, ist ein Luftfahrtbetriebsstoff fossiler Herkunft, der vorwiegend als Treibstoff für die Gasturbinentriebwerke von Düsen- und Turbopropflugzeugen sowie Helikoptern verwendet wird. Die Kerosin-Produktion beläuft sich  weltweit jährlich auf etwa 200 Millionen Tonnen.

… Wasserstoff?

Wasserstoff nimmt im Periodensystem den ersten Platz ein. Er ist Bestandteil des Wassers und beinahe aller organischen Verbindungen. Somit kommt gebundener Wasserstoff in sämtlichen lebenden Organismen vor. Wasserstoff ist das häufigste chemische Element in der Sonne und stellt 75 %  Prozent der gesamten Masse beziehungsweise 93 %  Prozent aller Atome des Sonnensystems. Im gesamten Weltall wird (unter Nichtbeachtung dunkler Materie) ein noch höherer Anteil an Wasserstoff vermutet. Wasserstoff als Energieträger verursacht keine schädlichen Emissionen, insbesondere kein Kohlendioxid, wenn er aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen wird. Derzeit erfolgt die Wasserstoffherstellung fast ausschliesslich aus fossilen Primärenergien, vorrangig Erdgas.

… ein Wasserstoffmotor?

Beim Wasserstoffmotor wird ein konventioneller Verbrennungsmotor mit Wasserstoff als Treibstoff betrieben. Ein mit Wasserstoff betriebener Motor ist aufgebaut wie ein Otto- oder Dieselmotor. Die Zündtemperatur von Wasserstoff liegt mit 560 bis 600 °C aber weit über der von Dieseltreibstoff und auch über der von Benzin. Zur Aufbereitung des Verbrennungsgemisches gibt es verschiedene Verfahren.

… eine Alge?

Die Bezeichnung Alge wird auf verschiedene Lebewesen angewendet, die im Wasser leben und Photosynthese betreiben, aber keine Pflanzen sind.  Algen können durch unterschiedliche Verfahren als Biotreibstoff genutzt werden. Meist wird zwischen vier verschiedenen Algentreibstoffen unterschieden:
- Biodiesel: Aus einigen Algenarten kann Öl gewonnen werden.
- Bioethanol: Die Kohlenhydrate könnten durch alkoholische Gärung zu Ethanol umgesetzt werden.
- Biogas: Durch Vergärung der Algenmasse zu Methan und Kohlendioxid kann Biogas produziert werden.
- Biowasserstoff: Einige Algenarten bilden unter bestimmten Bedingungen Wasserstoff.

… Photovoltaik (PV)?

Unter Photovoltaik (PV) versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Seit 1958 wird PV mittels sogenannter Sonnensegel in der Raumfahrt genutzt. Inzwischen wird PV überwiegend auf der Erde zur Stromerzeugung eingesetzt und findet unter anderem Anwendung auf Dachflächen.

… der Unterschied zwischen on-und off-shore?

Offshore-Windkraftanlagen sind Anlagen, die bis zu 20 km von der Küste entfernt im Meer platziert werden. Onshore-Windanlagen stehen dagegen am Land. Der Vorteil bei Offshore-Anlagen ist die gute Windausbeute, die unkritischen Lärmemissionen sowie die relativ schnellen Bewilligungsverfahren. Onshore- Windkraftanlagen haben den Vorteil, dass die Planung, Bau und Betrieb viel kostengünstiger ausfallen als bei Offshore- Anlagen. Ausserdem sind die Anlagen nicht dem aggressiven Salzwasser und der salzhaltigen Luft ausgesetzt.

… der Vorteil einer eigenen Photovoltaik-Anlage?

Der Vorteil der eigenen Photovoltaik-Anlage ist, dass man damit die Energiewende unterstützt, seinen eigenen produzierten Strom im selben Haushalt verbrauchen darf und der Überschuss in das öffentliche Netz eingespiesen werden kann. Damit können die Strombezugskosten reduziert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, anstatt den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, diesen im eigenen Haus in Batterien zu speichern.

Netz

Was ist eigentlich…

... EPFL?

EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne, deutsch: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) ist eine technisch-naturwissenschaftliche Universität mit einigen Instituten ausserhalb des Hauptsitzes Lausanne. Die EPFL ist in sieben Fakultäten gegliedert und bietet 13 Studiengänge an. 240 Professoren (Frauenanteil: rund 10 Prozent) und über 1600 Doktoranden sind für die EPFL tätig. Etwa 9000 Studenten sind eingeschrieben. Die EPFL ist eingebunden in den ETH-Bereich des Bundes, der neben der EPFL die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich sowie vier Forschungsanstalten (PSI, WSL, Empa und Eawag) umfasst.

... Schnellladestation?

Rastplätze (mit WC und teilweise Verpflegungsmöglichkeit wie Imbissstand) stehen unter der Hoheit des Bundes. Bau und Betrieb von Schnellladestationen sind auf Rastplätzen ab Inkrafttreten des revidierten Nationalstrassengesetzes - voraussichtlich ab dem 1. Januar 2018 - möglich. Raststätten (mit Restaurant und Tankstelle) stehen unter kantonaler Hoheit. Bau und Betrieb von Schnellladestationen sind auf Raststätten bereits heute möglich. Die genauen Modalitäten bestimmt der jeweilige Standortkanton.

... HT?

Als HT (Heiztag) bezeichnet man einen Tag, an dem die gemessene mittlere Aussentemperatur unterhalb der Heizgrenze (in der Schweiz 12 °C) liegt. An einem solchen Tag muss die Heizungsanlage angeschaltet werden, um die Innentemperatur auf einem gewünschten Wert zu halten. Verwendet man eine Heizgrenze von 12 °C Aussen- und 20 °C Innentemperatur, gibt man das mit HT20/12 wieder. Die Zeit vom ersten bis zum letzten Heiztag der Wintersaison oder eine Abfolge von fünf Heiztagen nennt man Heizperiode.

... Rekuperation?

Der Ausdruck Rekuperation (lat. recuperare «wiedererlangen», «wiedergewinnen») wird für technische Verfahren zur Energierückgewinnung verwendet. Im Fahrzeugbau werden rekuperative Bremsen seit den 1900er-Jahren, zum Beispiel bei Zahnradbahnen, eingesetzt. Dabei erfolgt die Rückspeisung der Energie entweder in ein Stromnetz, wie bei Schienenfahrzeugen und Oberleitungsbussen, oder in einen Energiespeicher im Fahrzeug, beispielsweise bei Elektroautos.

... Trolleybus?

Ein Trolleybus – auch Oberleitungsomnibus, Obus, O-Bus oder Trolley genannt – ist ein elektrisches Verkehrsmittel im öffentlichen Personennahverkehr. In der Schweiz gilt für den Trolleybus ein eigenes Gesetz, kurz Trolleybus-Gesetz, abgekürzt TrG. Es lautet wie folgt: «Trolleybus im Sinne dieses Gesetzes ist das motorisch angetriebene Fahrzeug, welches die zur Bewegung benötigte elektrische Energie aus einer Fahrleitung entnimmt und auf öffentlichen Strassen verkehrt, ohne an Schienen gebunden zu sein.» In Kraft getreten ist es am 20. Juli 1951, seither wurde es sechs Mal geändert.

... ein PSW?

Ein PSW (Pumpspeicherkraftwerk, auch Pumpspeicherwerk) ist eine besondere Form eines Speicherkraftwerkes und dient der Speicherung von elektrischer Energie durch Hinaufpumpen von Wasser. Dieses Wasser lässt man später wieder bergab fliessen und erzeugt dabei mittels Turbinen und Generatoren elektrischen Strom. Pumpspeicherkraftwerke stellen gegenwärtig die einzig nennenswerte technische Möglichkeit dar, grosstechnisch elektrische Energie unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu speichern.

... «Strategisches Netz 2025»?

Mit dem Projekt «Strategisches Netz 2025» zeigt die Stromnetzbetreiberin Swissgrid, welche Netzbauprojekte in den nächsten zehn Jahren in der Schweiz nötig sind, «um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Netz für die Energiezukunft fit zu machen». Die zu erwartenden Investitionen belaufen sich auf rund CHF 2,5 Mrd., wovon CHF 1 Mrd. für Ersatz und Instandhaltung und CHF 1,5 Mrd. für den Ausbau budgetiert wurden.

... eine Schnellladestation?

Eine Schnellladestation zeichnet sich durch eine besonders kurze Ladezeit für die aktuelle Elektroauto-Generation aus. Die Ladezeiten erstrecken sich nicht mehr über Tage oder Stunden, sondern Minuten. Die kurzen Ladezeiten sollen sich bestens mit einem Einkauf verbinden lassen: In 30 Minuten ist der Wagen bis zu 80 Prozent aufgeladen. Moderne Stationen ermöglichen DC-Schnellladen mit Combo 2 und CHAdeMO 1.0 sowie AC-Laden mit Typ 2.

... ein Kugelblitz?

Als Kugelblitz bezeichnet man eine seltene, kugelförmige Leuchterscheinung, meist in der Nähe eines Gewitters. Wissenschaftler haben dies lange für eine Legende gehalten, bis es 2014 gelang, Kugelblitze zu filmen und mithilfe eines Spektrometers chemisch zu analysieren. Der Kugelblitz leuchtete zuerst lila, dann orange, weiss und schliesslich rot. Aus den Spektrallinien konnten die Forscher auf die Anwesenheit von Silizium-, Eisen- und Kalzium-Ionen schliessen. Das sind alles Elemente, die typischerweise im Erdboden enthalten sind und von einem Blitzeinschlag freigesetzt werden können.

... GOFAST?

Die GOFAST (GOtthard FASTcharge AG) ist ein Schweizer Unternehmen mit der Mission einen «Supercharger für alle» zu schaffen, d.h. eine Hochleistungs-Ladeinfrastruktur bereit zu stellen, an der ein E-Autofahrer in 10 Minuten bis zu 100 km Reichweite nachladen kann. Die Firma wird nach dem für europäische Verkehrsinnovationen bedeutendsten Schweizer Gebirgsmassiv benannt. GOFAST wurde gegründet von Protoscar SA, EVTEC AG und Valorsec Anstalt.

... Ritom?

Ritom ist ein Wasserkraftwerk oberhalb Piotta im Tessin, das von den SBB im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Gotthardbahn erstellt wurde. Das 1917 erbaute und 1920 in Betrieb genommene Kraftwerk versorgt die Gotthardlinie über die Unterwerke Göschenen, Giornico, Melide und Balerna mit Strom. Um die Stromversorgung der Bahn sicherzustellen, erneuert die SBB zusammen mit der Azienda Elettrica Ticinese für 250 Millionen Franken dieses Werk. Dabei wird die heute oberirdisch geführte Druckleitung komplett in den Berg verlegt.

... Regelenergie?

Regelenergie, oft auch als «Reserve-Strom» bezeichnet, sorgt für die Stabilität der  Stromnetze. Die Regelenergie stammt üblicherweise aus konventionellen Kraftwerken und wird von der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid dem Netz zugeführt oder entzogen - je nach Wetterlage und Verbrauch. Eine Schweizer Pionierarbeit zeigt, dass auch Solarenergie dazu eingesetzt werden kann, die Stromnetze zu stabilisieren.

... eine App?

Eine App (Kurzform aus dem englischen Begriff application) ist eine Anwendungssoftware zur Unterstützung nicht systemtechnischer Funktionalitäten bei elektronischen Geräten. Im deutschen Sprachraum wird die Abkürzung App seit dem Erscheinen des iOS App Store (2008) fast ausschliesslich mit mobiler App gleichgesetzt, also Anwendungssoftware für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer. Eine besondere Form von Apps sind Webanwendungen. Auf diese wird vom Arbeitsplatzrechner oder Mobilgerät über einen Webbrowser zugegriffen und sie laufen im Browser ab.

... Strom?

Strom ist fliessende elektrische Ladung, die aus der Steckdose kommt. Aber nicht nur. Bereits Thales von Milet soll im 6. Jh. v. Chr. entdeckt haben, dass Bernstein leichte Körper anzieht, wenn er vorher mit Tüchern gerieben wird. Das Wort Elektrizität (griechisch «elektron» für «Bernstein») weist darauf zurück. Unabdingbar verknüpft mit dem Begriff Strom als Bewegung von Ladungsträgern (z.B. Elektronen) sind Spannung und Widerstand. So benötigt der Strom zum Fliessen Spannung – jene treibende Kraft, welche die Ladungsbewegung verursacht. Der Widerstand ist der «Gegner» der Spannung. Denn an jedem Widerstand fällt Spannung ab, sprich: wird weniger. Die Beziehung Strom, Spannung und Widerstand ist über das Ohmsche Gesetz definiert.

... Bandenergie?

Bandenergie ist die Grundlast des Netzes, die üblicherweise von Atomkraftwerken und Laufwasserkraftwerken ständig und immer mit der gleichen Leistung bereitgestellt wird. Fehlende Bandenergie muss hauptsächlich durch Strom aus Schweizer Speicherseen ersetzt werden, da der Import zur Kompensation nicht vollständig ausreicht. Das wiederum hat zur Folge, dass sich die Seen rascher als in den Vorjahren entleeren dürften.

... USB?

USB (Universal Serial Bus) ist der Universalanschluss für Computer, Smartphone und Zubehör. Bisher wurden die USB-Stecker in A und B unterteilt. A-Stecker kommen in die Buchsen am PC oder Notebook; B-Stecker haben die USB-Kabel am anderen Ende für den Anschluss von externen Festplatten, Druckern, Digitalkameras und anderem Zubehör. Nun kommt der neue Typ-C, der an beiden Enden den gleichen Stecker hat. Auch die unterschiedlichen Grössen sind vorbei: Statt normal, mini und micro gibt es nur noch eine Steckergrösse. Der USB-C-Stecker ist kaum grösser als ein USB-Micro-Stecker und selbst für Smartphones klein genug.

... induktives Laden?

Beim induktiven Laden überträgt eine Ladespule, die in der Strasse oder in einem Parkplatz untergebracht ist, die Energie über ein Magnetfeld an das Elektroauto. Dadurch muss der Fahrer beim Aufladen der Batterie nicht mehr aussteigen und kann bequem im Wagen sitzen bleiben. Forscher haben nun die Leistung des Ladesystems erhöht – auch wenn Auto und Spule nicht dicht aneinander liegen

... ein Lastprofil?

Lastprofil, Lastgang, Lastkurve oder, je nach Zeitachse auch Tages- oder Jahresgang, bezeichnen in der Energieversorgung den zeitlichen Verlauf der von den Endkunden abgenommenen elektrischen Leistung. Das Lastprofil unterliegt in der Regel starken tageszeitlichen Schwankungen, die wiederum wochentags abhängig und saisonal unterschiedlich sind.

Handel/Politik

Was ist eigentlich…

... OECD?

Die OECD (englisch: Organisation for Economic Co-operation and Development) ist eine internationale Organisation mit über 30 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Häufig werden im Rahmen der OECD Standards und Richtlinien erarbeitet, gelegentlich auch rechtlich verbindliche Verträge. Die meisten OECD-Mitglieder gehören zu den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen. Die Schweiz gehörte 1960 zu den Gründungsmitgliedern.

... COP23?

Die COP23 (Abkürzung von 23rd Conference of the Parties) fand im November 2017 als 23. UN-Klimakonferenz in Bonn statt. Den Vorsitz der Konferenz hatte zum ersten Mal der in Folge der globalen Erwärmung von ansteigenden Meeresspiegeln und zunehmenden Wetterextremen bedrohte Fidschi. Da sich auf dem kleinen Inselstaat im Pazifik die Teilnehmer nicht in so hoher Zahl versammeln konnten, wurde als Austragungsort der Sitz des UN-Klimasekretariats in Bonn gewählt. Dort hatte bereits vor 16 Jahren die UN-Klimakonferenz 2001 stattgefunden.

... SCCER Biosweet?

SCCER Biosweet (Swiss Competence Center for Energy Research) ist ein Konsortium von Partnern aus Hochschulen sowie privaten und öffentlichen Organisationen. Es versteht sich als Schweizerisches Kompetenzzentrums für Bioenergie und konzentriert sich auf die Forschung und Umsetzung von Prozessen, die Biomasse in nutzbare Energie umwandeln.

... der EnergyDay?

Der EnergyDay findet jährlich am Samstag vor der Umstellung auf die Winterzeit statt und hat zum Ziel, den Stromverbrauch in Schweizer Haushalten zu senken. Er wird von der energie-agentur-elektrogeräte (eae) zusammen mit dem Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie organisiert. Am EnergyDay engagieren sich seit 2006 jedes Jahr namhafte Firmen und Organisationen; im Jahr 2017 sind über 30 Partner mit an Bord.

... KEV?

KEV («Kostendeckende Einspeisevergütung») ist ein Instrument des Bundes, das zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Die KEV kann für die Ökostromerzeugung mit folgenden Technologien beantragt werden: Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse und Abfälle aus Biomasse. Finanziert wird die KEV durch eine Abgabe der Konsumentinnen und Konsumenten auf dem Energieverbrauch.

... KEV?

KEV («Kostendeckende Einspeisevergütung») ist ein Instrument des Bundes, das zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Die KEV kann für die Ökostromerzeugung mit folgenden Technologien beantragt werden: Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse und Abfälle aus Biomasse. Finanziert wird die KEV durch eine Abgabe der Konsumentinnen und Konsumenten auf dem Energieverbrauch.

... Expo 2017?

Expo 2017 heisst die Weltausstellung, die vom 10. Juni bis 10. September 2017 in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan, unter dem Motto «Future Energy» über die Bühne geht. Die Vorgänger-Expo fand 2015 in Mailand statt, wo sich die Schweiz mit dem Projekt «Confooderatio Helvetica» – einem Wortspiel abgeleitet aus dem lateinischen Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Confoederatio Helvetica (CH), und dem englischen Wort für Essen, food –  beteiligte. In drei Jahren wird Dubai die Expo 2020 ausrichten.

... der Earth Overshoot Day?

Beim Earth Overshoot Day handelt es sich um eine jährliche Kampagne der Organisation Global Footprint Network. Ermittelt wird ein bestimmter Tag des Jahres, an dem die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen die regenerativen Kapazitäten der Erde zur Reproduktion eben dieser Ressourcen übersteigt. Zum ersten Mal wurden anfangs der 70er Jahre mehr Ressourcen verbraucht, als die Natur pro Jahr erneuern kann. Damals fiel der Earth Overshoot Day noch auf Ende Dezember. Seitdem ist das Datum des Ressourcenverbrauchs rasant weiter nach vorne gerückt. Im Jahr 2000 auf den 1. November, 2009 auf den 25. September und 2017 auf den 2. August.

... Smartflyer?

Smartflyer ist eine 2016 gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in Grenchen. Ziel und Zweck der AG ist der Bau eines elektrisch angetriebenen Flugzeugs, dessen Prototyp die Basis für eine zukünftige Kommerzialisierung bildet.

... ElCom?

Die ElCom (Eidgenössische Elektrizitätskommission) ist die unabhängige staatliche Aufsichtsbehörde im Elektrizitätsbereich. Sie überwacht die Einhaltung des Stromversorgungs- und Energiegesetzes, trifft die dazu nötigen Entscheide und erlässt Verfügungen. Sie überwacht die Strompreise und kann Absenkungen verfügen oder Erhöhungen untersagen. Ferner entscheidet sie als richterliche Behörde bei Differenzen betreffend den Netzzugang oder die Auszahlung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien. Sie überwacht zudem die Versorgungssicherheit im Strombereich und regelt Fragen zum internationalen Stromtransport und -handel.

... ESTI?

ESTI (Eidgenössisches Starkstrominspektorat) ist eine schweizerische Aufsichts- und Kontrollbehörde für elektrische Anlagen. Sie sorgt dafür, dass diese Anlagen sicher und umweltgerecht geplant, erstellt und gewartet werden. Dazu gehören Hochspannungsanlagen, Niederspannungsinstallationen und Schwachstromanlagen. Im Weiteren ist das ESTI für die Marktüberwachung von elektrischen Erzeugnissen zuständig. Zudem untersucht es in Zusammenarbeit mit der Suva Unfälle im Zusammenhang mit elektrischen Anlagen.

... Swisstopo

Swisstopo steht für «Bundesamt für Landestopografie». Es ist für die Kartografie der Schweiz zuständig und war der Armasuisse (Bundesamt für Rüstung) zugeordnet. Seit 1. März 2015 ist es dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS unterstellt. Swisstopo hat seinen Hauptsitz in Köniz.

... SVGW?

Der SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches) setzt sich für eine sichere und nachhaltige Versorgung mit Gas und Wasser ein. Er fördert das Gas-, Fernwärme- und Wasserfach in technischer und technisch-wissenschaftlicher Hinsicht unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheit, Hygiene und einer zuverlässigen Versorgung. Der Sitz des am 18. Mai 1873 in Bern gegründeten Vereins befindet sich am Ort der Geschäftsstelle in Zürich

... WindEurope?

WindEurope, ehemals European Wind Energy Association (EWEA), ist eine Organisation mit Sitz in Brüssel, die den Einsatz von Windenergie in Europa fördert. Der Verband hat über 600 Mitglieder, die in über 50 Ländern tätig sind. Darunter finden sich Hersteller, Zulieferer, Forschungsinstitute, Entwickler, Auftragnehmer und Stromversorger aus dem Umfeld der Windenergie.

... GIMS?

GIMS (Abkürzung für Geneva International Motor Show) ist die einzige internationale, von der OICA (Internationale Organisation der Automobil-Hersteller) anerkannte Fahrzeugmesse, die alljährlich in Europa stattfindet und zu den Top 5 weltweit gehört. Mit rund 700 000 Besuchern handelt es sich um die grösste Publikumsmesse der Schweiz. Sie wurde 1905 gegründet und findet Anfang März im Messekomplex Palexpo in der politischen Gemeinde Le Grand-Saconnex bei Genf statt. 1907 wurde die Ausstellung für einmal nach Zürich verlegt, weil in Genf eine automobilfeindliche Stimmung aufkam, die mit einer Gefahr für Fussgänger begründet wurde.

... IRENA?

IRENA (International Renewable Energy Agency; deutsch: Internationale Organisation für erneuerbare Energien) mit Hauptsitz in der Ökostadt Masdar City in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine internationale Regierungsorganisation mit dem Ziel der Förderung der umfassenden und nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien in aller Welt. Stand Dezember 2016 sind 149 Staaten und die Europäische Union Mitglied der IRENA. Ausserdem haben 27 Staaten eine Mitgliedschaft beantragt.

... myNewEnergy?

myNewEnergy ist ein Service, der einen umfassenden Stromvergleich in der Schweiz betreibt. Der Stromvergleich ist auf myNewEnergy.ch und anderen Webseiten zu finden. Bei myNewEnergy handelt es sich um ein offiziell von EnergieSchweiz gefördertes Projekt diverser Partner. In der Datenbank sind mittlerweile die Tarife für rund 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung erfasst.

... der CH-Stromkongress?

Der Schweizerische Stromkongress ist eine gemeinsame Veranstaltung von VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) und Electrosuisse. Er richtet sich an Führungskräfte von Elektrizitätsunternehmen, Industrie und Dienstleistungsbetrieben sowie an Politiker, ebenso an Forschungsstellen und Hochschulen sowie eidgenössische, kantonale und kommunale Parlamentarier und Exekutivmitglieder. Der Kongress findet immer im Januar in Bern statt, 2017 zum elften Mal.

... WMO?

WMO steht als Abkürzung für World Meteorological Organization. Es handelt sich um eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, deren Kern- und Fachkompetenz darin besteht, weltweit die internationale Kooperation in den Bereichen Wetter, Klima, Hydrologie, Wasserressourcen und verwandter Umweltbereiche zu koordinieren. Die WMO hat 191 Mitglieder in Form von Staaten und Territorien. Ihr Hauptsitz ist in Genf.

... WSL?

WSL steht seit 1989 als Abkürzung für «Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft». Die anwendungsorientierte Forschungsanstalt, 1885 gegründet als «Schweizerische Centralanstalt für das forstliche Versuchswesen», befasst sich mit der Nutzung und dem Schutz von Landschaften und Lebensräumen, wobei das Schwergewicht auf Wäldern und Naturgefahren liegt. Die WSL betreibt das international grösste Labor für Dendrochronologie (Wissenschaft vom Alter der Bäume) und verfügt über Standorte in Birmensdorf, Davos, Sion, Lausanne und Bellinzona, an denen rund 500 Beschäftigte arbeiten. Die WSL sorgte 2013 in Fachkreisen für Schlagzeilen, als sie die 14 000 Jahre alten Baumstrünke eines subfossilen Walds in der Schweiz sicherstellte.

... das NABEL?

Das NABEL (Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe) ist ein gemeinsames Projekt des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA). Es erfasst die aktuelle Luftschadstoffbelastung und verfolgt die langfristige Entwicklung der Luftqualität in der Schweiz. Das Messnetz besteht aus 16 über die gesamte Schweiz verteilten Stationen: Basel, Bern, Chaumont, Davos, Dübendorf, Härkingen, Jungfraujoch, Lägern, Lausanne, Lugano, Magadino, Payerne, Rigi, Sion, Tänikon und Zürich. Einige der Stationen sind in internationale Messprogramme eingebunden, namentlich in das «European Monitoring and Evaluation Programme» (EMEP) und in den «Global Atmosphere Watch» (GAW).

... «move»?

«move» ist eine Plattform, welche die dezentrale Produktion von erneuerbaren Treibstoffen aus überschüssigem Strom technisch realisiert und in verschiedenen Antriebskonzepten (Elektro-, Brennstoffzellen- und Gasfahrzeuge) nutzt. Das Demonstrationsprojekt der Empa wird unterstützt von zahlreichen Partnern aus der Forschung, der Wirtschaft und von Seiten der öffentlichen Hand.

... IAEO?

Die IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation; englisch International Atomic Energy Agency, IAEA) ist eine autonome wissenschaftlich-technische Organisation, die regelmässig dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen berichtet, wenn sie eine Gefährdung der internationalen Sicherheit feststellt. Laut Satzung soll sie «den Beitrag der Kernenergie zu Frieden, Gesundheit und Wohlstand weltweit beschleunigen und vergrössern». Die IAEO wurde 2005 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Jahresbeitrag der Schweiz beträgt rund 5 Millionen Franken, was rund 1,1 Prozent des gesamten ordentlichen Haushalts der IAEO entspricht. Zudem unterstützt die Schweiz den IAEO-Fonds für technische Zusammenarbeit mit rund 1 Million Franken pro Jahr.

... IEA?

Die IEA (Internationale Energieagentur, englisch International Energy Agency) ist eine Kooperationsplattform im Bereich der Erforschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien. Gegründet wurde sie von 16 Industrienationen zum gemeinsamen Vorgehen gegen die damalige Ölkrise. Am 15. November 1974 wurde die Internationale Energiebehörde als autonome Einheit der OECD mit Sitz in Paris errichtet. Wichtige Publikationen der IEA sind unter anderem die jährlich erscheinenden «Key Energy Statistics» und der «World Energy Outlook», die «Bibel der Energiewirtschaft».

... Globi?

Globi – eine Art Papagei-Mensch mit blauem Körper, gelbem Schnabel, Baskenmütze und rot-schwarz karierter Hose – ist die erfolgreichste Schweizer Kinderbuch-Figur. Erfunden wurde sie 1932 vom Zeichner Robert Lips und vom Texter Alfred Bruggmann im Auftrag des Schweizer Warenhaus-Unternehmens Globus, das anlässlich seines 25-Jahr-Jubiläums einen Werbeträger für die Kinder suchte. Der ursprüngliche Vorschlag, die Figur «Kimbukku» zu nennen, kam beim Globus-Filialleiter in Basel schlecht an. Da die Basler den Globus «Gloobi» nannten, kam man schliesslich auf Globi. Insofern hat «Globi» doch etwas mit Globalisierung zu tun ;-)

... «Energie-Vorbild Bund»?

Die Gruppe «Energie-Vorbild Bund» wurde im November 2014 gegründet mit der gemeinsamen Absichtserklärung, ausgehend vom Basisjahr 2006 ihre Energieeffizienz bis 2020 um 25 %  Prozent zu steigern. Der Gruppe gehören die zivile Bundesverwaltung, das Verteidigungsdepartement (VBS), die bundesnahen Unternehmen Post, SBB, Skyguide und Swisscom sowie der ETH-Bereich an. Bis Ende 2015 haben die genannten Akteure ihre Energieeffizienz gegenüber dem Basisjahr 2006 im Durchschnitt bereits um 26,7 Prozent gesteigert, was kein Grund ist, sich zurückzulehnen.

... BFE?

Das BFE (Bundesamt für Energie) ist das Kompetenzzentrum für Fragen der Energieversorgung und der Energienutzung im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das BFE setzt sich unter anderem ein für eine effiziente Energienutzung, für die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien sowie für die Senkung der CO2-Emissionen.

... HADES?

Der HADES (Hydrologische Atlas der Schweiz) stellt hydrologische Grundlageninformationen und Spezialwissen mittels Karten, Grafiken und Texten zur Verfügung. Die Systematik folgt einer Gliederung der Hydrologie nach den Systemelementen: Niederschlag, Schnee und Gletscher, Verdunstung, Fliessgewässer und Seen, Boden- und Grundwasser sowie Wasserhaushalt. Der Atlas umfasst ein gedrucktes Kartenwerk, einen Internetauftritt mit Downloadmöglichkeiten, eine Reihe von thematischen Exkursionsführern sowie ein Lehrmittel für die Sekundarstufe II.

... Suisse Eole?

Suisse Eole ist die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz. Ihr Ziel besteht in der Verbreitung der Windenergienutzung in der Schweiz, die ökologisch und (volks-)wirtschaftlich sinnvolle Erschliessung dieser Energiequelle bewusst zu machen und nachhaltig zu fördern. Suisse Eole wurde 1998 gegründet und hat derzeit rund 300 Mitglieder. Vereins-Sitz ist am Wohnort der Präsidentin oder des Präsidenten, aktuell (Mai 2016) St-George im Kanton VD.

... Treibhausgasinventar?

Das Treibhausgasinventar, das jährlich aktualisiert wird, ist die umfassende Emissionsstatistik nach den Vorgaben der Klimakonvention der Vereinten Nationen. Damit überprüft der Bund, ob die Schweiz mit den internationalen und nationalen Reduktionsvorgaben gemäss Kyoto-Protokoll und CO2-Gesetz auf Kurs ist. Das Kyoto-Protokoll verlangt eine durchschnittliche Reduktion der Gesamtemissionen aller Treibhausgase um 15,8 Prozent im Zeitraum 2013-2020 gegenüber 1990. Das CO2-Gesetz die Reduktion der Gesamtemissionen aller Treibhausgase um 20 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 1990.

... ein Hybridwerk?

Allgemein versteht man in der Technik unter Hybrid ein System, bei dem zwei oder mehrere Technologien miteinander kombiniert werden. So kann ein Hybridwerk in der Energiebranche zum Beispiel Strom-, Gas- und Fernwärmenetze zwecks Energiespeicherung miteinander verbinden. Dadurch wird die jeweils benötigte Energieform bereitgestellt und kann bei Bedarf genutzt werden.

... das ENSI?

Das ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) ist die Aufsichtsbehörde über die Kernanlagen in der Schweiz. Die unabhängige öffentlich-rechtliche Anstalt wird vom ENSI-Rat überwacht, der dem Bundesrat berichtet. Es beaufsichtigt die Kernkraftwerke Beznau, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg, die Forschungsreaktoren des Paul Scherrer Instituts, der Universität Basel und der ETH Lausanne sowie das schweizerische «Zwischenlager für radioaktive Abfälle» Zwilag. Sitz des ENSI ist Brugg im Kanton Aargau.

... Swissolar?

Swissolar zählt zu den ersten Solarorganisationen weltweit. Der Grundstein für den Verband wurde bereits 1978 gelegt. Als Branchenverband vertritt er die Interessen von 500 Verbandsmitgliedern mit rund 10 000 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden. Swissolar setzt sich für eine schnell wachsende Nutzung von Solarenergie in der Schweiz ein. Diese wird zur Stromerzeugung, zur Beheizung von Gebäuden sowie zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

... CGD?

Das CGD (Center for Global Development) betreibt Forschungen und Analysen, wie sich die Politik und die Massnahmen von reichen und mächtigen Ländern auf die armen, inbesondere Entwicklungsländer auswirken. Einige Themenbereiche der CGD setzen sich speziell mit der Globalisierung, der Wirksamkeit von Hilfe, mit dem Klimawandel, mit der Bildung und Gesundheitsfragen sowie mit Migrationsfragen und dem Handel auseinander.

... eine Kilowattstunde?

Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Masseinheit für (verbrauchten) Strom. Sie ist die elektrische Energie, die beispielsweise ein während einer Stunde eingeschaltetes Videogerät von 1000 Watt verbraucht; oder eine Glühbirne von 100 W während 10 Stunden; oder eine Sparlampe von 10 W während 100 Stunden; oder eine LED-Lampe von 1 W während 1000 Stunden. In der Schweiz schwankt der Preis für eine Kilowattstunde Strom je nach Region und Verwendungszweck zwischen 10 und 40 Rappen.

... das Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll, benannt nach dem Ort der Konferenz Kyoto in Japan, ist ein am 11. Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene Abkommen legt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen in den Industrieländern fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind. Bis Anfang Dezember 2011 haben 191 Staaten sowie die Europäische Union das Kyoto-Protokoll ratifiziert.

... das Göteborg-Protokoll?

Das Göteborg-Protokoll legt für die Unterzeichnerstaaten (praktisch alle europäischen Staaten sowie USA und Kanada) Grenzen für die jährlichen Emissionen der geregelten Schadstoffe (SO2, NOx, NH3 und VOC) für das Jahr 2010 fest. Im Mai 2012 haben die Vertragsparteien eine erste Anpassung des Göteborg-Protokolls beschlossen. Darin sind sogenannte «prozentuale Emissionsminderungsverpflichtungen» für das Jahr 2020 und alle Folgejahre für die oben genannten Schadstoffe und Feinstaub festgeschrieben.

... eine Push-Meldung?

Eine Push-Meldung ist ein Verfahren der sogenannten Push-Medien. Das sind Medien, bei denen der Informationsfluss vom Sender gesteuert wird – der Kommunikationsfluss verläuft primär in einer Richtung (unidirektional) vom Sender zum Empfänger. Der Begriff Push stammt ursprünglich aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing bezeichnet werden. Radio und Fernsehen sind beispielsweise Push-Medien, da der Kommunikationsfluss hier unidirektional verläuft. Im Gegensatz dazu ist zwar das Internet in erster Linie ein Pull-Medium, weil der Nutzer etwas anfordert. Aber auch hier gibt es Push-Verfahren, nämlich dort, wo Inhaltsanbieter (Content-Provider) Infos an den Nutzer senden.

... E-Banking?

E-Banking ist die Abwicklung von Bankgeschäften über Datenleitungen mit Hilfe von PCs, Smartphones und anderen elektronischen Endgeräten. Innerhalb der Schweiz gibt es für das DTA-Format (Datenträgeraustausch) einen einheitlichen und standardisierten Aufbau. Das DTA-Format wird durch die Swiss Interbank Clearing AG (ein Gemeinschaftswerk der Schweizer Banken) definiert. Zwei Verfahren sind üblich: browserbasiertes Internetbanking über die Website der Bank (meist via SSL gesichert) oder durch die Verwendung eines Clientprogramms, mit dem zunächst ohne Onlineverbindung die Transaktionen vorbereitet werden. Danach erst wird eine Online-Verbindung zur Übertragung der gesammelten Transaktionen aufgebaut. Inzwischen erledigen in der Schweiz über 65%  ihre Bankgeschäfte online.

...SOER 2015?

SOER 2015 (The European environment — state and outlook 2015) bewertet den Zustand der Umwelt in Europa und den Ausblick für deren Zukunft. Ziel des Berichts ist, den politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit eine umfassende Bewertung der Fortschritte auf dem Weg zu ökologischer Nachhaltigkeit vorzulegen. Diese Bewertung stützt sich auf die Erkenntnisse der Europäischen Umweltagentur (EUA) und des Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (Eionet). Briefings fassen den Zustand der Umwelt in 39 europäischen Ländern zusammen.

...Tesla?

Tesla ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das 2003 mit dem Ziel gegründet wurde, Elektroautos für ein breites Publikum zu bauen. Das Unternehmen mit Firmensitz im Silicon Valley beschäftigte im Januar 2014 6000 Mitarbeiter. Laut Forbes ist Tesla 2015 das weltweit innovativste Unternehmen. Namenspatron ist der Physiker und Erfinder Nikola Tesla, der zahlreiche Neuerungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik prägte.

... eine Energieetikette?

Die Energieetikette für Autos unterstützt die angestrebte Absenkung des mittleren Treibstoffverbrauchs neuer Personenwagen. Sie informiert über den Treibstoffverbrauch in Liter/100 km, den CO2-Ausstoss in g/km und die Energieeffizienz bezogen auf das Fahrzeugleergewicht. Die Energieetikette muss am Personenwagen oder in seiner Nähe gut sichtbar angebracht werden. Die Energieetikette erhöht beim Kauf eines Personenwagens die Transparenz und erleichtert so die Wahl eines Autos.

... SENS?

SENS ist eine unabhängige, neutrale und nicht gewinnorientierte Stiftung. Sie betreibt ein gesamtschweizerisches Rücknahmesystem für elektrische und elektronische Geräte. Ihre Leistungen finanziert sie mit der marktkonformen, vorgezogenen Recyclinggebühr (vRG). SENS legt den Fokus auf die vier Kernbereiche Nachhaltigkeit, Expertise, Netzwerk und Lösungen, was sich auch in ihrem Namen widerspiegelt: S (Sustainability), E (Expertise), N (Network), S (Solution).

... die Lindauer Nobelpreisträgertagung?

Die Lindauer Nobelpreisträgertagung (Lindau Nobel Laureate Meetings) findet jährlich in Lindau am Bodensee statt. Kern der Tagung sind die Begegnung und der wissenschaftliche Austausch der Nobelpreisträger mit Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt. Das erste Nobelpreisträger-Treffen fand vom 10. bis 14. Juni 1951 statt, damals mit dem Namen Europa-Tagungen der Nobelpreisträger. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee gegründet. Der Stifterversammlung gehören inzwischen über 200 Nobelpreisträger an. Im Ehrensenat der Stiftung sind u. a. Josef Ackermann und Angela Merkel Mitglied. Die Stiftung baut ein Stiftungskapital auf, aus dessen Erträgen in Zukunft ein Teil der jährlichen Kosten der Nobelpreisträgertagungen getragen werden soll.

... das BABS?

Das BABS (Bundesamt für Bevölkerungsschutz) ist einer von fünf Departementsbereichen des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in der Schweiz. Das BABS ging 2003 aus dem früheren Bundesamt für Zivilschutz (BZS) hervor und wurde mit der Armeereform XXI dem VBS zugeordnet.
Das BABS unterstützt jene Stellen in der Schweiz, die in der Vorbeugung kollektiver Risiken und in der Ereignisbewältigung tätig sind, insbesondere betroffene Bundesstellen, die Kantone und die Partnerorganisationen des Verbundsystems Bevölkerungsschutz (Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheitswesen und Technische Betriebe).

... Suisse Public?

Die Suisse Public ist eine alle zwei Jahre stattfindende Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen. Fachleute und Beschaffungsverantwortliche von Gemeinden, Kantonen und Bund treffen jeweils auf die führenden Hersteller aus sämtlichen Bereichen der öffentlichen Beschaffung.

... ein Lithium-Ionen-Akku?

Ein Lithiumionenakkumulator ist der Oberbegriff für Akkumulatoren auf der Basis von Lithium-Verbindungen. Lithiumionenakkumulatoren weisen im Vergleich zu anderen Akkumulatortypen eine hohe spezifische Energie auf. Je nach Typ werden für die Herstellung eines Lithium-Akkumulators mit einer Speicherfähigkeit von einer 1 kWh an Energie etwa 80 g bis 130 g chemisch reines Lithium benötigt.
Lithiumionen-Akkus versorgen tragbare Geräte mit hohem Energiebedarf, für die herkömmliche Nickel-Cadmium-  beziehungsweise Nickel-Metallhydrid-Akkus zu schwer oder zu gross wären, beispielsweise Mobiltelefone, Tablets, Digitalkameras, Camcorder, Notebooks, Handheld-Konsolen oder Taschenlampen. Sie dienen bei der Elektromobilität als Energiespeicher für Pedelecs, Elektroautos, moderne Elektrorollstühle und Hybridfahrzeuge. Auch beim Flugzeug- und Schiffsbau haben sie sich etabliert. Grosse Lithiumionenbatterie-Systeme werden auch in Batterie-Speicherkraftwerken eingesetzt. 2011 ging die stärkste Lithium-Ionen-Batterie – ein Batterie-Speicherkraftwerk in China in Betrieb

... die NAGRA?

NAGRA steht für Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz. Die Genossenschaft mit Sitz in Wettingen ist für die sichere Endlagerung der in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle und die damit verbundenen Forschungs- und Projektierungsarbeiten verantwortlich.

Energie im Haushalt

Was ist eigentlich…

… Energy Challenge?

Die Energy Challenge ist eine nationale Aktion von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie rund um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Aktion wird unterstützt von diversen Firmen und prominenten Persönlichkeiten. Medienpartner beleuchten den Themenschwerpunkt mit Grafiken, Reportagen und Interviews. Mehr Infos gibt's in der kostenlosen Energy-Challenge-App für Android und für iOS.

… eine Klimaanlage?

Eine Klimaanlage hat die Aufgabe, die Luft (Temperatur, Feuchtigkeit, Reinheit sowie CO2-Anteil) eines Raums in einen bestimmten Zustand zu bringen und zu halten. Oft wird unter einer Klimaanlage jedoch lediglich eine Raumluftkühlung in Industrie-, Arbeits- und Wohnräumen sowie in Schiffen, Zügen und anderen Verkehrsmitteln verstanden.

… «NEST»?

«NEST» (Next Evolution in Sustainable Building Technologies) ist ein Gebäude in Dübendorf, in dem erforscht werden soll, wie es sich ressourcenschonender wohnen und arbeiten lässt. Die Bewohner sind gleichzeitig auch Forscher und Testpersonen. Das «NEST» wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und dem Wasserforschungsinstitut Eawag geleitet. Zudem beteiligen sich die ETH Zürich, die ETH Lausanne (EPFL) und die Hochschule Luzern am Projekt. Finanziert wird es gemeinsam von Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand.

… Energielabel?

Energielabel ist die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von unterschiedlichen Gütern (Geräte, Gebäude, Autos) und dient zur Unterstützung der Kaufentscheidung, indem sie Auskunft über die Energieeffizienz bei der Nutzung geben soll. Ein wichtiges Beispiel ist das EU-Energielabel für Elektrogeräte. Die Hersteller von Elektrogrossgeräten sind verpflichtet, als zusätzliche Information zur Kaufentscheidung Energielabels auf den Geräten anzubringen.

… Liefermix?

Der Liefermix unterscheidet sich vom Produktionsmix, weil ein Teil des Stroms aus dem Ausland stammt. Während es beim Liefermix um den Strom geht, der effektiv bezogen wurde, handelt es sich beim Produktionsmix um den effektiv in der Schweiz produzierten Strom. So ist zum Beispiel beim Produktionsmix die Wasserkraft mit rund 56 Prozent leicht höher als der Liefermix (53 Prozent).

… Schwall-Sunk?

Schwall-Sunk bezeichnet eine besondere Form des Betriebs von Wasserkraftwerken. Je nachdem, ob zur Deckung des Strombedarfs viel oder wenig Wasser benötigt wird, verursacht dies unterhalb eines Wasserkraftwerkes einen künstlich erzeugten und tagesrhythmischen Unterschied der Wasserführung. Hohe Wasserführung wird als Schwall bezeichnet, niedere Wasserführung als Sunk. Die unterschiedlichen Wasserführungen können mehrmals am Tag auftreten und eine Reihe von ökologischen Problemen verursachen.

… die Ogi-Methode?

Im Oktober 1988 demonstrierte der frühere Bundesrat Adolf Ogi im Fernsehen, wie er energieeffizient Eier kocht: Lediglich ein Fingerbreit Wasser wird in der Pfanne mit Deckel aufgekocht. Im mit Dampf gefüllten Behälter wird das Ei in der gleichen Zeit mit nur 0,1 kWh Strom hart gekocht; der Energieverbrauch ist dreimal niedriger als in einer voll mit Heisswasser gefüllten Pfanne, weil das energieintensive Aufheizen der gesamten Wassermenge entfällt. Nochmals weniger Energie braucht die Ogi-Methode auf einem Induktionskochfeld.

… Food Waste?

Als Food Waste werden jene Lebensmittel bezeichnet, die für den menschlichen Konsum produziert wurden und auf dem Weg vom Acker bis auf den Teller verloren gehen oder weggeworfen werden. Rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel geht gemäss Schätzungen der Food and Agriculture Organization (FAO) weltweit verloren. Für die Schweiz geht man von der gleichen Grössenordnung aus, dies entspricht etwa 300 kg pro Kopf und Jahr.

… «das Gebäudeprogramm»?

«Das Gebäudeprogramm» von Bund und Kantonen ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klima- und Energiepolitik. Es basiert auf Artikel 34 des CO2-Gesetzes und fördert in der ganzen Schweiz einheitlich die verbesserte Wärmedämmung von Einzelbauteilen wie Fenster, Wände, Böden oder das Dach in bestehenden Gebäuden. Das Gebäudeprogramm wird aus der CO2-Abgabe finanziert, die auf fossile Brennstoffe erhoben wird.

… ein Induktionsherd?

Ein Induktionsherd steigert die Leistungsfähigkeit von normalen Elektroherden erheblich, indem sich die Umwandlung von elektrischer in Wärmeenergie mittels Magnetfeldern direkter vollzieht. So genannte Induktionstöpfe werden nicht nur von unten erhitzt, sondern auch durch die Seitenwände. Es entsteht ein erhöhter Wirkungsgrad und somit eine Energie- und Zeitersparnis in markantem Umfang. Bereits im Jahr 1831 wurde die elektrische Induktion von Michael Faraday entdeckt, der mit ihr die Grundlage für die kommenden elektrotechnischen Entwicklungen legte.

… iHomeLab?

iHomeLab ist eine unabhängige Schweizer Denkfabrik und ein Forschungslabor für intelligentes Wohnen. Das iHomeLab-Team erforscht, wie dank intelligenten Gebäuden beispielsweise der Energieverbrauch gesenkt oder älteren Menschen ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden kann. Die Resultate der Forschungsprojekte werden im iHomeLab auf dem Campus in Horw (LU) präsentiert und auf verständliche Weise erklärt. Das iHomeLab ist offen für alle Interessierten.

… Interpraevent?

Interpraevent ist das Netzwerk von Experten zum Schutz vor Naturgefahren. Die internationale Forschungsgesellschaft wurde 1967 in Kärnten gegründet und hat ihren Sitz in Klagenfurt. Von dort aus werden alle vier Jahre im Alpenraum – und alternierend alle vier Jahre in Asien – die Fachkongresse gemeinsam mit den lokalen Partnern organisiert. Die Veranstaltungen gehören zu den weltweit wichtigsten Anlässen im Bereich Naturgefahren. Die Interpraevent besteht aus Mitgliedern (Regions-, Landes- und Bundesverwaltung) aus allen Alpenanrainerstaaten sowie Norwegen, Japan und Taiwan. Der nächste Fachkongress in Europa findet 2020 statt, der nächste in Asien 2018 im japanischen Toyama.

… Hydroenergie?

Hydroenergie (auch: Wasserkraft) ist eine regenerative Energiequelle. Der Begriff bezeichnet die Umsetzung potenzieller oder kinetischer Energie des Wassers mittels Wasserkraftanlagen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Typen, wobei die Einteilung nicht immer eindeutig ist und nach unterschiedlichen Aspekten erfolgen kann. Gängige Anlagetypen sind: Laufwasserkraftwerk,  Speicherkraftwerk (Pumpspeicherkraftwerk), Wellenkraftwerk,  Gezeitenkraftwerk,  Gradientenkraftwerk (Osmosekraftwerk und Meereswärmekraftwerk), Gletscherkraftwerk. Mit einem Anteil von 15,58 % an der weltweiten Stromerzeugung war Wasserkraft 2011 nach der Verstromung von Kohle und Erdgas und vor der Kernenergie die drittbedeutendste Form der Stromproduktion.

…ein grünes Gebäude?

Als grünes Gebäude (engl. green building) wird ein Gebäude bezeichnet, das unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entwickelt wurde. Die Gebäude zeichnen sich unter anderem durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus, während gleichzeitig schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert werden. Dabei werden Kriterien von der Projektentwicklung, der Planung und der Konstruktion über den Betrieb, die Wartung und die Demontage berücksichtigt.

…ein Plastiksack?

Ein Plastiksack ist ein Kunststoff, der meist aus Polyethylen oder Polypropylen besteht. In Europa sind laut EU-Kommission 100 Milliarden Plastik-Tragetaschen in Umlauf. Ein Plastiksack, der im Durchschnitt 25 Minuten lang benutzt wird, gelangt in Ländern, in denen es keine Verwertungssysteme gibt, nach ihrem Gebrauch unkontrolliert in die Umwelt. Der Zersetzungsprozess dauert je nach Kunststoffsorte und Ort Schätzungen zufolge hunderte bis tausende Jahre. Ein etwa drei Millionen Tonnen schwerer Müllstrudel hat sich zwischen Kalifornien und Hawaii gebildet. Angetrieben durch Wind und Strömungen dreht sich diese schwimmende Müllhalde in einem riesigen Wirbel auf dem Ozean, der etwa so gross wie ist Mitteleuropa. Der Kunststoff wird im Wasser in kleine Teilchen zerrieben, die als Schadstoffe in die Nahrungskette der Fische gelangen. So landen die Plastiksäcke letztlich wieder auf dem Teller.

…der Energiespareffekt zwischen einem und fünf Weicheiern?

Für ein weiches Ei wird mehr Wasser und damit Energie benötigt als für fünf weiche Eier. Diesen auf den  ersten Blick paradoxen Zusammenhang (spontan naheliegend wäre die Vermutung, für mehr Eier benötige man mehr Wasser) kann man sich leicht durch die Kondensationsoberfläche erklären. Je mehr kühle Ei-Oberfläche vorhanden ist, umso mehr Wasser kondensiert und fliesst zurück in die Heizzone. Auf der anderen Seite entweicht mehr Wasser, wenn weniger Oberfläche vorhanden ist – es muss von Beginn an mehr Wasser zur Verfügung stehen.

... die grössten Stromfresser?

Elektrogeräte verbrauchen in der Schweiz jährlich rund 44 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht fast drei Viertel des gesamten inländischen Endverbrauchs. Davon entfallen 58% auf Antriebssysteme wie Aufzugmotoren oder Pumpen, 18% auf Haushaltsgeräte, 17% auf Beleuchtungen und knapp 7% auf elektronische Geräte. Würden ausschliesslich die sparsamsten Geräte eingesetzt, könnte der Elektrogeräte-Stromverbrauch nach Angaben des BFE um rund einen Viertel gesenkt werden. Dank der neuen Vorschriften sollen ab 2020 750 Gigawattstunden Strom pro Jahr eingespart werden.

... sind Akkubatterien besser als Einwegbatterien?

Eine Akkubatterie kann bis zu 1000-mal wieder aufgeladen werden und ist so preiswerter und umweltfreundlicher als eine Einwegbatterie. Der Energieinhalt (wieviel Strom man entnehmen kann) von modernen Akkus ist bei gleicher Grösse sogar höher als bei einer Einwegbatterie. Akkus haben einen geringeren Innenwiderstand als Batterien, somit können sie in gleicher Zeit mehr Leistung abgeben als Batterien. Dadurch sind z.B. Blitzgeräte schneller wieder einsatzbereit. Sogenannte „Ready-to-use“-Akkus entladen sich sehr langsam – nach einem Jahr Lagerung haben sie immer noch 90% ihrer Leistung. Diese Akkus können nach dem Kauf sofort eingesetzt werden und eignen sich auch für Geräte, die nicht oft eingesetzt werden und Geräte mit geringem Stromverbrauch wie Fernbedienungen.

Licht

Was ist eigentlich…

… LED/Laser-Projektor?

Ein Laserprojektor ist ein Gerät, das einen sich stetig verändernden Laserpunkt projiziert. LED/Laser-Projektoren bieten nicht nur eine grössere Helligkeitsstabilität, sie sind mit einer Lebenserwartung von 20 000 Betriebsstunden auch deutlich langlebiger als herkömmliche Lampen. Ausserdem sind LED/Laser-Projektoren dank deutlich niedrigerer Betriebstemperatur energieeffizienter und stromsparender.

… Wintersmog?

Wintersmog ist insbesondere in Ballungsgebieten eine gefährliche Form der Luftverschmutzung. Sie entsteht vor allem durch Schwefeldioxid in der Luft, das in Verbindung mit Wasser zu schwefliger Säure und Schwefelsäure führt. Hinzu kommen erhöhte Konzentrationen von Stickstoffoxiden, Kohlenmonoxiden und Staub. Begünstigt wird Wintersmog durch hartnäckigen Nebel, Inversionswetterlagen und geringe Windgeschwindigkeiten. Smog verursacht Kreislaufprobleme, Reizungen der Schleimhäute sowie Atemwege und schwächt das Immunsystem.

… eine Lichtglocke?

Der Begriff der Lichtglocke oder Lichtimmission bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch (meist, aber nicht ausschliesslich) künstliche Lichtquellen, deren Licht in den Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut wird. Lichtglocken können störende Einflüsse auf die Flora und Fauna sowie einen negativen Einfluss auf astronomische Beobachtungen des Nachthimmels haben.

… eine Neonröhre?

Gemäss Leuchtmittel-Typologie zählen Neonröhren zu den sogenannten Niederdruckentladungslampen, die mit 24 Prozent oder 7,4 Millionen Stück die am zweitmeisten verkauften Leuchtmittel der Schweiz sind. Sie gehören zu den energieeffizienten Lichtquellen, sind  weitverbreitet und werden vor allem im professionellen Bereich eingesetzt, wo viele Brennstunden pro Tag anfallen. 70 bis 80 Prozent des Lichts in der Schweiz wird durch Neonröhren erzeugt.

… 3D-Seismik?

Seismik ist ein Teilgebiet der Geophysik und umfasst Methoden, welche die obere Erdkruste durch künstlich angeregte Druckwellen grafisch abbilden. Erzeugt werden die Wellen von Vibrationsfahrzeugen oder kleinen Sprengladungen. An der Erdoberfläche zeichnen spezielle Sensoren (Geofone) die zurückgeworfenen seismischen Wellen auf. Im Gegensatz zur 2D-Seismik wird bei der 3D-Seismik nicht nur entlang einzelner Messlinien, sondern flächendeckend gearbeitet. Durch das gleichzeitige Abtasten der Gesteinsschichten bis in grosse Tiefen entsteht ein dreidimensionales Bild des Untergrunds.

… eine Storymap?

Eine Storymap ist eine internetgestützte, interaktive Karte. Eine Geschichte – also die «Story» – steht im Mittelpunkt und wird auf einfache und spielerische Art visuell vermittelt. Zudem sind in der Karte – der «Map» – viele weitere Informationen enthalten, die zu- und weggeschaltet werden können.

… Centennial Bulb?

Centennial Bulb, die Jahrhundertbirne, gilt als die langlebigste Glühlampe der Welt. Sie leuchtet seit 1901 in der Feuerwache der Stadt Livermore nahe San Francisco. Die Glühbirne wurde in den 1890er-Jahren von der Shelby Electrics Company in Ohio hergestellt und hatte ursprünglich eine Leistung von 60 Watt; heute sind es jedoch lediglich noch vier Watt. Ursache für die Langlebigkeit soll vor allem die geringe Leistung von nur vier Watt und die Art der Instandhaltung sein. Das Centennial Light Bulb Committee sorgt für Unterstützung und betreibt eine Website, auf der sich der Alltag der Glühlampe per Webcam live verfolgen lässt.

… LED ?

Die Abkürzung LED steht für Licht emittierende Diode und bezeichnet ein elektronisches Halbleiter-Bauteil, das leuchtet, sobald Strom hindurchfliesst. LEDs wird eine strahlende Zukunft vorausgesagt, denn die winzigen Leuchten sind extrem energiesparend und spenden über Jahre hinweg zuverlässig Licht. Im Jahr 2011 betrug der Umsatz der globalen LED-Industrie drei Milliarden US-Dollar. Laut Bundesamt für Energie lag der Marktanteil der stromsparenden und langlebigen LED-Leuchtmittel 2014 in der Schweiz bei 11 Prozent.

… Solarthermie?

Unter Solarthermie versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in Wärmeenergie. Die Wärme wird unter anderem in der Gebäudetechnik nutzbar gemacht. (Die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom hingegen – z. B. mittels Solarzellen – wird als Photovoltaik (PV) bezeichnet.) Erste Anwendungen der solarthermischen Nutzung gehen bis in die Antike zurück, als Brennspiegel für die Fokussierung von Lichtstrahlen verwendet wurden. Die Olympische Fackel wurde und wird traditionell seit der Antike über Brennspiegel entzündet.

… Solarenergie?

Als Solarenergie bezeichnet man die Energie der Sonnenstrahlung, die in Form von elektrischem Strom, Wärme oder chemischer Energie genutzt werden kann. Sonnenstrahlung ist dabei die elektromagnetische Strahlung, die auf der Sonnenoberfläche wegen ihrer Temperatur von 5500 °C entsteht, was letztlich auf Kernfusionsprozessen im Sonneninneren beruht.

… die 10 wichtigsten Tipps von LichtFORMAT?
  1. Gutes Licht: Achten Sie auf eine gleichmässige, blendfreie Beleuchtung, bei der sich keine starken Schatten bilden.
  2. Indirektes Licht: Verwenden Sie für die Allgemeinbeleuchtung wo möglich indirektes Licht.
  3. Wandelbare Leuchten: Nutzen Sie Leuchten, die Sie durch Dimmen, flexible Ausrichtung und ggf. sogar Variation der Lichtfarbe flexibel an verschiedene Nutzungssituationen anpassen können.
  4. Stromsparende LEDs: Versuchen Sie nicht, mit schwachen Glühlampen Strom zu sparen. Setzen Sie lieber moderne Leuchtmittel wie LED ein.
  5. Praktische Tests: Probieren Sie Leuchten vor dem Kauf aus, um etwa die für Sie angenehme Lichtstärke oder Lichtfarbe zu ermitteln.
  6. Sanfte Übergänge: Vermeiden Sie abrupte Helligkeitswechsel, und achten Sie bei automatischen Schaltungen darauf, dass das Lichtniveau nicht schlagartig, sondern langsam angehoben wird.
  7. Blend- und spiegelfreie Flächen: Vermeiden Sie glänzende Fussböden und Tische. Oft lässt sich mit kleinen Veränderungen wie Gardinen oder Tischsets Abhilfe schaffen.
  8. Komfortable Bedienung: Achten Sie darauf, dass Lichtschalter leicht erreichbar und Leuchten einfach zu handhaben sind. Fernbedienungen können die Steuerung erleichtern. Falls Sie eine Intervallschaltung nutzen, wählen Sie einen grosszügigen Zeittakt.
  9. Intelligente Steuerung: Bewegungsmelder und andere Sensoren sorgen v.a. bei Nachtlichtern, in Eingangs- und Durchgangsbereichen für mehr Komfort und Sicherheit.
  10. Strahlendes Innenleben: Beleuchtung in Schränken und Nischen erleichtert das Finden von Kleidungsstücken oder Geschirr.