Das Projekt Chroobach Windenergie verspricht klimaschonenden Windstrom aus der Region für die Region. Nach jahrelangen Vorbereitungen hofft die Projektgemeinschaft auf die Zustimmung der Gemeinde Hemishofen, damit die Umsetzung beginnen kann.

2012 fing alles an: Gespräche mit Umweltverbänden und eine Infoveranstaltung in Hemishofen machten den Auftakt zu den umfangreichen Planungen für die Windenergieanlagen mit vier Windrädern. Getragen wird das Projekt von der Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (EKS) und von SH POWER. Gute Windverhältnisse und der technische Fortschritt bei der Entwicklung von Windanlagen versprechen laut dem neuesten Windgutachten von Meteotest und dem TÜV Süd, dass das Projekt in Zukunft 5% des Energiebedarfs der Schaffhauser Bürgerinnen und Bürger decken kann. «Damit übertrifft es die benötigten 20 Millionen Kilowattstunden (kWh) Energieertrag pro Jahr, um als Projekt von nationaler Bedeutung gemäss den Vorgaben des Bundes eingestuft zu werden», erläutert Patrick Schenk, Projektleiter Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie.

In den vergangenen Jahren wurde das Vorhaben auf Herz und Nieren geprüft. Genau untersucht wurden neben der Wirtschaftlichkeit und Windausbeute vor allem zahlreiche Aspekte zur Umweltverträglichkeit; darunter Themen wie Sichtbarkeit, Schattenwurf und Schall. Um die Auswirkungen auf die Natur und vor allem Vögel möglichst gering zu halten, wurden verschiedene Experten, unter anderem von TURDUS, WWF, Pro Natura und der Vogelwarte Sempach, hinzugezogen. Auch soll in die Windräder ein Abschaltalgorithmus zum Schutz von Fledermäusen installiert werden.

Damit aus den Planungen Realität wird und erneuerbarer Windstrom für die Region produziert werden kann, hofft die Projekt­gemeinschaft, dass die Gemeindeversammlung Hemishofen baldmöglichst der Anpassung Teilrevision der Nutzungsplanung ­zustimmen wird. Bei einem «Ja» könnte die weitere Planung zum Bauprojekt angegangen werden.

(idw)

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