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Licht im Einsatz gegen Einbrecher 

Häuser und Wohnungen, die längere Zeit dunkel bleiben, signalisieren Einbrechern: Hier ist niemand zu Hause. Sensorgesteuertes Licht für den Aussenbereich hilft, potenzielle Eindringlinge abzuschrecken, und mit intelligenten Lichtlösungen für Innenräume können Bewohner Anwesenheit simulieren.

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Auch wenn sie meistens tagsüber zur Tat schreiten: Licht ist ein wesentlicher Faktor zum Schutz vor unerwünschten Eindringlingen. Ein Haus, das dunkel bleibt, vielleicht sogar mehrere Abende hintereinander, signalisiert Ganoven: Hier ist keiner daheim. Die interkantonale Fachstelle Schweizerische Kriminalprävention wie auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Deutschland empfehlen daher, neben mechanischen Sicherheitsmassnahmen unter anderem Licht einzusetzen.

Mit Aussenbeleuchtung abschrecken

So rät die Schweizerische Kriminalprävention etwa dazu, zur Abschreckung Bewegungsmelder zu nutzen, die auf allen Seiten des Hauses helle Strahler aktivieren, sobald jemand das Grundstück betritt. Eine solche Aussenbeleuchtung hilft auch dann, wenn sich ein potenzieller Einbrecher dem Haus erst einmal nur nähern will, um das Gelände zu erkunden und um auszuspähen, ob die Bewohner verreist sind.

Beim Einrichten einer solchen Schockbeleuchtung können neben Bewegungsmeldern auch Berührungssensoren, Drucksensoren in Bodenplatten, Lichtschranken oder Multisensoren zum Einsatz kommen. Elektro-Fachbetriebe helfen gerne, die für das jeweilige Umfeld passenden Sensoren auszuwählen und zu installieren.

Manche Hausbesitzer lassen sich heute auch sogenannte «Panik-Buttons» einrichten, weiss Julia Pfister von LichtFORMAT in Schaffhausen. «Falls sie in der Nacht ein verdächtiges Geräusch hören, können sie mit einem Knopfdruck sämtliche Lichter in Haus und Garten einschalten», so die Lichtberaterin.

Anwesenheit simulieren

Zeitschaltuhren, die mehrere Räume des Hauses automatisch beleuchten, helfen die Anwesenheit von Bewohnern zu simulieren, falls diese länger verreisen. Am einfachsten und sehr preisgünstig sind mechanische Tageszeitschaltuhren, die man zum Beispiel an der Steckdose für eine Steh- oder Nachttischleuchte anbringen kann. Mehr Variationsmöglichkeiten bieten digitale Wochenzeitschaltuhren, die sich für jeden Tag unterschiedlich programmieren lassen. «Für eine möglichst überzeugende Wirkung empfehlen wir unseren Kunden, die Schaltzyklen so einzustellen, wie es ihrem normalen Tages- und Wochenrhythmus entspricht», sagt Julia Pfister.

Smart aus der Ferne steuern

Mittlerweile können wir das Licht in unserer Wohnung aber sogar ein und ausschalten, während wir auf der anderen Seite der Welt am Strand liegen. Viele Anbieter von Leuchtensystemen haben Steuerungen im Sortiment, mit denen sich das Licht in sämtlichen Zimmern des Hauses per Smartphone-App regulieren lässt – vom Ein- und Ausschalten über die Lichtintensität bis hin zur Lichtfarbe.

Wer kein umfassendes Leuchtensystem installieren möchte, für den sind smarte LED-Retrofit-Lampen eine Alternative (z.B. von Philips oder Osram). Man kann sie einfach in herkömmliche Fassungen (z.B. E27, GU10) einschrauben, sie lassen sich über eine gemeinsame Funkbasis oder per Bluetooth mit dem Internet verbinden, und sie sind ebenfalls per Smartphone-App steuerbar.

Intelligente Lampen nutzen

Eine besonders einfache und praktische Lösung bieten jetzt neue intelligente LED-Lampen, bei denen Zeitschaltuhr oder Sensoren direkt im Leuchtmittel eingebaut sind. So hat etwa die LED-Retrofit-Lampe «LightSence A60» von Sylvania (erhältlich für die gängige Fassung E27) einen eingebauten Helligkeits-Sensor. Bricht die Nacht herein, beginnt sie von alleine zu leuchten.

Noch ein wenig schlauer ist die LED-Retrofit-Lampe «Ledon Guard», die es ebenfalls für herkömmliche Fassungen (E27) gibt. Sie kombiniert einen integrierten Helligkeits-Sensor mit drei wählbaren Profilen für typisches Beleuchtungsverhalten in Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Den jeweiligen Raum können Nutzer einfach mit einem kleinen Drehschalter direkt über dem Gewinde einstellen. Dank des Helligkeits-Sensors passen sich dabei die Beleuchtungszyklen jeden Tag neu an die aktuelle Lichtsituation an.

Im Gegensatz zu anderen Anwesenheits-Simulationen mit Licht ist bei diesen Lösungen weder ein externes Steuergerät noch eine App nötig und es fallen keinerlei Installationskosten an. «Sie drehen die Ledon Guard einfach wie eine Glühbirne in die Fassung einer Leuchte, die Sie wie gewohnt benutzen können. Mit zwei Klicks auf den Lichtschalter können Sie die automatische Steuerung aktivieren», erklärt Pfister, «dann verwandelt sie sich von einer normalen LED-Lampe in eine Lichtlösung zur Einbruchsprävention.» 

Silva Schleider

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