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Licht und Leben im Garten

Im Sommer wird der Garten zum grünen Lebensraum, zum Treffpunkt für Familie, Freunde und Nachbarn. Geht die Sonne unter, bringen neue mobile Leuchten im Handumdrehen das passende Licht an jeden Platz.

Wenn in der warmen Jahreszeit die Grillen zirpen, Rosen, Rhododendron und Lavendel ihren Duft verströmen, geniessen wir unsere Lieblingsplätze unter freiem Himmel gerne bis in den späten Abend hinein. Eine neue Generation kabelloser Leuchten bietet uns auch nach Sonnenuntergang maximale Bewegungsfreiheit – beim Lesen oder Abendessen genauso wie beim Spielen und Feiern. Dank moderner Technik spenden sie selbst fernab jeder Steckdose über viele Stunden hinweg angenehmes Licht. Auch Kabel-Stolperfallen sind endlich passé.

Möglich wird das zum einen durch ausgereifte Leuchtdioden, kurz LED. Bei gleicher Lichtausbeute verbrauchen sie weitaus weniger Energie als Glühbirnen, Halogen- oder Energiesparlampen und haben noch dazu eine höhere Lebensdauer. Zum anderen hat sich die Leistungsfähigkeit der Akkus erhöht. So warten die neusten mobilen Leuchten vieler Qualitätshersteller mit einer erstaunlich langen Brenndauer auf und lassen uns nicht nach einem kurzen Intermezzo im Dunkeln sitzen. Übrigens haben LED-Leuchten ganz nebenbei noch einen weiteren Vorzug: Beim Einsatz im Garten locken sie weniger Insekten an als herkömmliche Leuchtmittel.

Inspirierende Bewegungsfreiheit

Während die ersten kabellosen LED-Leuchten eher den Charme einer Expeditionsausrüstung versprühten, lassen sich inzwischen namhafte Designer von der Bewegungsfreiheit des elektrischen Lichts inspirieren. So waren mobile Leuchten auch ein Trend-Thema auf der diesjährigen Light + Building. Auf der Messe für Licht, Design und intelligente Gebäude-technik in Frankfurt am Main geben sich alle zwei Jahre Leuchten-Designer aus aller Welt ein Stelldichein.

«Die Zeiten, in denen LED-Lampen Stimmungskiller waren, weil sie nur kaltweisses Licht verströmten, sind definitiv vorbei», sagt Julia Pfister, Lichtberaterin bei LichtFORMAT in Schaffhausen, nach ihrer Tour durch die Frankfurter Ausstellungen. «Längst gibt es Leuchtdioden in wohltemperierten, warmweissen Lichtfarben von 2 700 bis 3 000 Kelvin, und die Leuchten-Designer wissen diese Möglichkeiten gut zu nutzen», so Pfister.

Stimmungsvolle Variationen

Es gibt sogar LED-Akkuleuchten, bei denen man die Lichtstärke und -farbe der jeweiligen Situation und Stimmung anpassen kann. So hat zum Beispiel Studio Italia Design seine mondäne Tischleuchte «Valentina», deren Schirm wie ein Kristallglas mit Diamantschliff daherkommt, als kabelloses Modell aufgelegt. «Mit 450 Lumen spendet diese Akkuleuchte so viel Licht, dass es vollauf zum Lesen oder Jassen reicht», erklärt Julia Pfister. «Wer es stimmungsvoll mag oder am Abend den Sternenhimmel geniessen will, kann sie aber auch stufenlos dimmen und eine angenehm warme Lichtfarbe einstellen.»

Trotz ihres edlen Looks zeigt sich «Valentina» für -Turbulenzen im Outdoor-Einsatz gut gerüstet, denn sie ist aus Acrylglas (PMMA) gefertigt. Das gilt für den blitzenden Schirm genauso wie für den glänzenden Fuss in Metalloptik, der in verschiedenen Farben – von Weiss bis Rosa-Gold – erhältlich ist.

Blumig und romantisch

Geradezu prädestiniert für den Einsatz im Garten ist die Tischleuchte «Clizia» von Slamp, die in ihrem Design von Adriano Rachele wie ein üppiger Blumenstrauss anmutet. «Diese Leuchte ist perfekt für eine festliche Tafel oder ein Tête-à-Tête auf der Veranda, aber genauso für fröhliche Spiele-Abende im Familien- oder Freundeskreis. Ihr warmweisses, -diffus gestreutes Licht wirkt angenehm, und doch leuchtet sie einen Vierer- oder Sechser-Tisch so gut aus, dass jeder das Geschehen im Detail verfolgen kann», sagt Julia Pfister.

Exklusive Tischleuchte und elegante Laterne zugleich ist die «Flambeau» aus dem Hause Antonangeli bei Mailand. Ihr aus Metall gefertigter Korpus, entworfen von der renommierten Leuchten-Designerin Giordana Arcesilai, sieht aus wie raffiniert gearbeitete Spitze. Dank des oben angebrachten Tragerings lässt sie sich einem Lampion gleich an den Streben eines Sonnenschirms oder den Zweigen eines Baumes aufhängen.

«Einem Starkregen halten Design-Stücke wie die Flambeau noch nicht stand», merkt Julia Pfister an. Um Wind und Wetter schadlos zu überstehen, müssen Leuchten mindestens der Schutzklasse IP44 angehören, die zuverlässige Funktion bei Spritzwasser sicherstellt. «Aber falls es anfängt zu regnen, können wir die mobilen Leuchten ja einfach mit ins Haus -nehmen», so die Lichtberaterin, «denn auch drinnen bieten uns die kabellosen Modelle grösstmögliche Freiheit beim Gestalten einladender Lichtinseln.»                 

Silva Schleider

Leuchtender Blumenstrauss «Clizia Table»
Battery Powered

«Clizia Table»

Hersteller: Slamp
Design: Adriano Rachele
Helligkeit: 550 Lumen, 2 900 Kelvin
Leuchtmittel: LED, 3 W
Leuchtdauer: 7 Stunden (laut leuchtenland.com)
Farbe: Fumé
Foto: Slamp

Kleiner Blütenzauber für den Gartentisch

Kapuzinerkresse verwandelt Saft-, Wasser- oder Limonade-Gläser in kleine Schönheiten. Dank ihres langen Nektarsporns lassen sich ihre üppigen gelben und orangen Blüten ohne weitere Hilfsmittel am Rand aufstecken.

Verteilte Blüten sorgen für fröhliche Leichtigkeit. Als Alternative zu einem grossen Strauss einfach Tulpen, Margeriten, Cosmea, Nelken, Dahlien oder Wiesen­blumen einzeln in kleine Fläschchen oder Vasen stecken und locker aufreihen.

Lavendelblüten bringen einen Hauch von Provence in den heimischen Garten. Mit Bast gebundene, kleine Sträusschen bleiben auch ohne Wasser wochenlang schön.

Frische Drinks & Gute-Laune-Snacks

Blitz-Rezepte für den Sommerabend

Flower-Power-Breeze
Pro Person 2 EL Rosenblütensirup, 2 EL Holunderblütensirup, 1 Spritzer Zitronensaft, 200 ml Mineralwasser, dazu 2 Eiswürfel, in die je 1 Borretsch-Blüte eingefroren ist (am Vortag vorbereiten). Gefüllte Gläser mit essbaren Blüten garnieren, z.B. mit Rosenblättern, Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Hornveilchen oder Gänseblümchen.

Gratinierter Ziegenkäse
Pro Person 2 bis 4 Scheiben einer Ziegenkäserolle auf je eine Scheibe Baguette legen, mit etwas rosa Pfeffer und einigen Thymian-Blättchen bestreuen und mit Honig beträufeln; bei 200 Grad im Backofen 3 bis 5 Minuten gratinieren. Pro Person 1 Feige vierteln und zusammen auf einem grossen Teller mit einigen Thymianzweigen anrichten.

Wildkräuter-Dip mit Gemüse-Sticks
Für 4 Personen: Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Kerbel, Borretsch und Wildkräuter (z.B. Schafgarbe, Sauerampfer, Pimpinelle, Rauke) fein hacken, in 200 g Magerquark mit 200 g Sauerrahm unterrühren, mit 2 TL Senf, Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen. Servieren mit 750 g fingerdicken Gemüse-Sticks (z.B. aus Gurke, Stangensellerie, Karotten, Paprika oder Kohlrabi).

Apfel-Spritz
Pro Person 100 ml gekühlter Apfelsaft mit einem Spritzer Zitronensaft und einem Schuss Amaretto-Likör. Servieren in Sektschalen oder Martini-Gläsern mit je 2 Eiswürfeln und 1 Zitronenscheibe.

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