Viele verschiedene und komplexe Aufgaben haben es Micha Luithardt angetan. Darum hat sich der 17-Jährige vor zwei Jahren für eine Lehre als Netzelektriker entschieden. Jetzt ist er jeden Tag im Team unterwegs und sorgt dafür, dass der Strom zu den Kundinnen und Kunden der EKS kommt.

Warum haben Sie sich für die Lehre zum Netzelektriker entschieden?
Micha Luithardt: Weil ich immer draussen sein kann und jeden Tag neue, spannende Aufgaben habe. Ausserdem fasziniert mich diese Branche, weil sie so komplex ist. Alles muss aufeinander abgestimmt sein, damit der Strom beim Kunden ankommt.

Was genau macht ein Netzelektriker bei der EKS?
Ein Netzelektriker unterhält bestehende Stromnetze und ist auch für den Neubau von Netzen zuständig. Wir verlegen Kabel, schliessen Häuser ans Netz an, stellen neue Strassenbeleuchtung auf, unterhalten Freileitungen, bauen Trafostationen um – und putzen diese anschliessend auch. Kurz, wir haben ein breites Spektrum an Aufgaben.

Wie wichtig ist Teamarbeit?
Sie ist ein Muss. Es gibt sogar gewisse Arbeiten, die man nicht allein ausführen darf. Dazu gehören zum Beispiel Schalthandlungen. Und auch bei den meisten anderen Aufgaben ist es einfacher, wenn man im Team arbeitet.

Was war bisher Ihre spannendste Aufgabe?
Störungen sind immer spannend. Im Gegensatz zu normalen Baustellen weiss man bei einer Störung nie, was auf einen zukommt. Erst vor kurzem habe ich mitgeholfen, eine Störung im Mittelspannungsnetz zu beheben. Ein Bagger hatte eine Freileitung beschädigt, wodurch mehrere Dörfer ohne Strom waren. Zuerst haben wir die Freileitung repariert. Doch auch danach trat weiterhin ein Fehler im Stromnetz auf. Offenbar lag ein Erdschluss vor, das heisst, das Netz hatte irgendwo noch Kontakt zur Erde. Diese Stelle mussten wir finden. Tatsächlich befand sich der Erdschluss in einem Kabel, das von der Freileitung in ein Dorf führte. Da dieses Kabel die einzige Leitung ins Dorf war, mussten wir für kurze Zeit das gesamte Dorf per Notstrom versorgen, damit wir das Kabel austauschen konnten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Ich fange um 6.30 Uhr an. Als erstes besprechen wir meistens, welche Arbeiten wie auszuführen sind. Nachher geht’s ins Magazin, um das Material für den Tag zu holen. Wir beladen unsere Fahrzeuge und fahren auf die Baustelle. Um 9.00 Uhr machen wir eine Znüni-Pause. Danach geht es bis zur Mittagspause weiter auf der Baustelle. Um 13.00 Uhr geht die Arbeit wieder los bis etwa um 15.00 Uhr. Dann packen wir auf der Baustelle zusammen und fahren zurück auf den Werkhof. Dort laden wir das nicht gebrauchte Material wieder ab, geben es zurück, entsorgen den Abfall und versorgen die Fahrzeuge. Zum Abschluss schreiben wir auf, wie viel Zeit und Material jede Baustelle gebraucht hat, und spätestens um 16.30 Uhr ist für mich Feierabend. Als Lernender darf ich nicht länger arbeiten.

Welche fachlichen und persönlichen Fähigkeiten braucht man für Ihre Arbeit?
Wetterfestigkeit ist wichtig. Auch braucht man handwerkliches Geschick und Verantwortungsbewusstsein.

Worauf freuen Sie sich nach der Arbeit?
Vor allem bei kaltem Wetter freue ich mich aufs warme Zuhause. Ansonsten bin ich gespannt, was der nächste Tag bringen wird.

Wie würden Sie sich selbst in drei Worten beschreiben?
Aufgestellt, motiviert und wissbegierig.

(idw)

Steckbrief

Micha Luithardt (17)
Lernender Netzelektriker
Bei EKS seit: 2019
Wohnort: Nohl

 

Raclette-Rösti

Micha Luithardt hat das Rezept ausgewählt, weil es das Beste aus zwei Welten verbindet: Rösti und Raclette. Hier geht es zum Rezept

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