Familie Hofer versorgt sich möglichst autark mit sauberem Sonnenstrom.
Familie Hofer versorgt sich möglichst autark mit sauberem Sonnenstrom.

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 Menschen mit Energie

Sie ist unübersehbar: die 90 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach der Familie Hofer in Lohn. Um möglichst viel Sonnenenergie selbst zu nutzen, speichert die Familie den Strom in einer Batterie. Die Hofers gehören zu den Testkunden, welche die neue Batterie der sonnen GmbH für EKS testen.

Herr Hofer, warum haben Sie sich entschlossen, bei diesem Test mitzumachen?
Jürg Hofer: Eine Photovoltaikanlage (PV­Anlage) macht für mich nur Sinn, wenn man die Energie auch speichern kann. Schliesslich scheint die Sonne tagsüber, man braucht die Energie aber vor allem abends – zum Beispiel fürs Licht. Daher haben wir uns beim Bau unserer PV-Anlage im vergangenen Herbst von vornherein für den Einbau des Steuerungssystems EKS Sun Control und für die neue Batterie der sonnen GmbH entschieden.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Batterie?
Selbst im Winter war sie an sonnigen Tagen mittags zu 100 Prozent geladen. Insgesamt kann die Batterie zehn Kilowattstunden Energie speichern, das entspricht in etwa der Energie, die man für zirka zehn Stunden Staubsaugen benötigt.

Klingt, als würden Sie sich mit Energie auskennen …
Ja, ich unterrichte Energiemanagement an der Fernfachhochschule Schweiz und habe als Ingenieur in der Forschung und in der Industrie gearbeitet. Gerade weil ich mich so gut auskenne, habe ich lange gezögert, eine PV-Anlage zu installieren. Anfangs war die Technologie noch nicht ausgereift. Der Wirkungsgrad war so gering, dass PV-Anlagen erst nach vielen Jahren so viel Energie erzeugt hatten, wie für die Herstellung benötigt wurde. Inzwischen ist die Technik viel weiter, und auch die Kosten sind geringer.

Ist Ihnen das Thema Energie auch privat wichtig?
In jedem Fall – es ist gut, wenn man seine Energie selbst erzeugt und möglichst viel CO2 einspart. Daher ist Strom aus Sonne, Wasser oder Wind die beste Lösung.

Und wie gewinnen Sie selbst Energie?
Meine Familie, Touren mit dem E-Bike und mein Beruf geben mir Energie. Ich arbeite mit vielen jungen Leuten zusammen und kann ihnen meine Erfahrungen weitergeben. Das macht Spass.

(idw)

Zur Person

Jürg Hofer (62) lebt mit seiner Frau Catherine in Lohn. Der Aargauer kam nach Jahren im Ausland 1989 zurück in die Schweiz und zog wenig später in sein jetziges Zuhause. «Für unsere drei Kinder war es der optimale Ort zum Aufwachsen.» Inzwischen wohnen die Kinder nicht mehr zu Hause. Wenn Hofer nicht an der Fernfachhochschule oder an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich unterrichtet, fahren er und seine Frau mit dem E-Bike an der Mosel entlang.

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