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Fussabdruck ist zu hoch: Panet steht unter Druck

Bild: us

20. September 2018 - Zwar ist die Pro-Kopf-Gesamtumweltbelastung der Schweiz dank Erfolgen im Inland in den letzten 20 Jahren gesunken. Dennoch belasten Schweizerinnen und Schweizer die Umwelt weit über Gebühr – im Ausland. Es gibt beachtliches Verbesserungspotenzial.

Die Gesamtumweltbelastung der Schweiz überschreitet das verträgliche Mass um mehr als das Dreifache. So die neuste Studie des Bundesamts für Umwelt BAFU. Die Studie nimmt sich der Entwicklung der konsumbedingten Umweltbelastung der Schweiz von 1996 bis 2015 (Umwelt-Fussabdrücke) an. Der Treibhausgas-Fussabdruck der Schweiz betrug im Jahr 2015 rund 14 Tonnen CO2-Äquivalente pro Person. Gemäss Abschätzungen liegt das planetenverträgliche Mass der Treibhausgas-Emissionen für das Jahr 2015 bei 0,6 Tonnen pro Person.

Der ökologische Fussabdruck wird häufig verwendet, um im Zusammenhang mit dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf gesellschaftliche und individuelle Nachhaltigkeitsdefizite hinzuweisen – abhängig davon, ob ein Mensch seine ökologische Reserve in ein Ökodefizit verwandelt. Grundlage der neusten Studie des Bundesamtes für Umwelt ist eine Kombination aus Emissions-, Handels- und Ökobilanzdaten. Letztere wurden neu für den Biodiversitäts- und den Wasserfussabdruck regionalisiert. Die resultierenden Fussabdrücke der Schweiz sind mit den Belastbarkeitsgrenzen des Planeten nicht vereinbar, und einer Abnahme der Umweltbelastung im Inland steht ein stark ansteigender Auslandanteil gegenüber. Abschätzungen möglicher Zukunftsentwicklungen zeigen beachtliche Verbesserungspotenziale, z. B. beim Konsumverhalten und in Lieferketten, machen aber auch deutlich, dass verstärkte Anstrengungen auch in anderen Bereichen nötig sind.

Produktionsweisen und Konsumverhalten in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Ernährung haben gemäss dem Bundesamt für Umwelt den grössten Einfluss auf die Umweltressourcen. Durch das persönliche Verhalten könnten alle einen wichtigen Beitrag leisten, betont das Bafu. Die Studie empfiehlt beispielsweise ein bewusstes Reiseverhalten und einen geringeren Konsum von tierischen Produkten.

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