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Open Air – die Kehrseite des Vergnügens

Foto: us

12. Juli 2018 - Kehricht ist es, was mitunter zurückbleibt nach einem Open-Air-Konzert. Und das nicht zu knapp. Dabei variieren die Abfallberge von Ort zu Ort beträchtlich. Wie kommt es?

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Sommerzeit ist Open-Air-Zeit – und die Zeit der abzutragenden Kehrichtberge. Geschirr, Flaschen, Essensreste, Plastik, Kleider, Sofas, ganze Zelte. Insbesondere die traditionellen Open Airs in St. Gallen und Frauenfeld sind für ihre Müllhalden berüchtigt. Zahlen sprechen für sich. Während im Jahr 2017 ein Gurten-Besucher im Durchschnitt knapp 700 Gramm Abfall produzierte, war es in St. Gallen mehr als das Doppelte. Frauenfeld lag in der Mitte. In den Tagen vom 11. bis 14. Juli 2018 nun werden beim Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg insgesamt 80 000 Open-Air-Besucher erwartet.

Angesichts der Bilder aus St.Gallen und Frauenfeld (180000 Besuchende), wo nach dem Open Air jeweils eine riesige Müllhalde zurückbleibt, stellt sich die Frage, wie man in Bern mit dem Problem umgeht. Es sind die sogenannten «Trash Heroes», die Abhilfe schaffen sollen. Zwar gibt es die auch in St. Gallen und Frauenfeld. Doch dort können sie nicht verhindern, dass am Schluss viel Müll liegen bleibt. Auf dem Gurten ist man überzeugt, dass dies nur mit einem strengen Regime geht: Wenn man schon beim Einlass dafür sorgt, dass die Leute möglichst wenig Material anschleppen. Riesige gelbe Abfalleimer stehen denn auch bereits unten am Berner Hausberg bereit und sind auch auf dem Festivalgelände überall präsent. Ausserdem sind rund um die Uhr 60 Personen im Einsatz, die laufend Abfall auf dem Gelände wegräumen. Was einen psychologischen Effekt hat: Man überlegt sich zweimal, ob man eine Serviette auf den Boden wirft, oder die zwei Schritte zum nächsten Abfalleimer macht.

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