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Staus kosten neben Nerven auch sehr viel Geld

Foto: us

9. August 2018 - In fünf Jahren sind sie um sieben Prozent gestiegen: Die Kosten für Staus auf Schweizer Strassen beliefen sich 2015 auf fast zwei Milliarden Franken. Besonders stark stiegen die Stauzeitkosten.

Gemäss aktualisierten Berechnungen des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) nahmen die Staukosten zwischen 2010 und 2015 von 1,6 Milliarden Franken auf rund 1,9 Milliarden Franken zu (plus sieben Prozent). 69 Prozent davon entfallen auf die Stauzeitkosten (plus 14 Prozent). Die Stauzeitkosten weisen die tatsächlich erlittenen Verlustzeiten aus, welche sich die Nutzer des motorisierten Strassenverkehrs gegenseitig im Stau aufbürden. Weitere rund 24 Prozent machen die staubedingten Unfallkosten aus (rund 450 Millionen Franken). Diese haben gegenüber 2010 leicht abgenommen. Die Anteile staubedingter Umwelt- und Klimakosten sind sowohl 2010 wie auch 2015 vergleichsweise bescheiden (gut zwei Prozent), der Anteil der auf Staus zurückzuführenden Energiekosten beträgt 2015 rund fünf Prozent. Diese Umwelt-, Klima-, Energie- und Unfallkosten sind in den kürzlich vom Bundesamt für Raumentwicklung ARE publizierten externen Kosten eingerechnet.

Die Kosten von Staus werden regelmässig vom ARE berechnet. Neben dem Ausbau der Infrastrukturen kann laut ARE deren effizientere Nutzung, etwa durch verschiedene Massnahmen zum Glätten der Verkehrsspitzen, dazu beitragen, diese beträchtlichen, der ganzen Volkswirtschaft schadenden Kosten zu reduzieren. Mögliche, eher kurzfristig umsetzbare Massnahmen würden flexiblere Arbeits- und Unterrichtszeiten, ortsunabhängiges Arbeiten, Homeoffice und Video-Konferenzen umfassen. Längerfristig könnte Staus auch mit monetären Anreizen begegnet werden wie etwa Mobility Pricing, so das ARE in einer Mitteilung. Der Bund untersucht dies für den Raum Zug in einer Wirkungsanalyse.

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