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Wassermangel: Von Inseln, Rhein und Rinnsalen

Oktober 2018 - Eine neue Insel im Bodensee – der Rhein ein Rinnsal. Derlei Schlagzeilen könnten das Jahr 2018 als eines der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen prognostizieren. (K)ein Grund zur Besorgnis um die Stromversorgung?

Weil der Bodensee durch die anhaltende Trockenheit derzeit einen deutlich niedrigeren Wasserstand aufweist als zu dieser Jahreszeit üblich, ist sie gut zu sehen, die neue Insel. Sie hat keinen Namen, ist etwa 200 Meter lang, 50 Meter breit und liegt vor der Mündung des Alpenrheins im Bodensee. Vermutlich werde sie mit steigendem Pegel wieder verschwinden, heisst es von der Organisation «Internationale Rheinregulierung» in St. Margrethen.

Nicht besser sieht es mit der Wasserversorgung rheinabwärts aus, und zwar je nördlicher desto bedenklicher. Verschiedene Pegel melden inzwischen historische Tiefstände. 1947 war besonders schlimm, aber auch 1921, 1976 und 1991 waren ungewöhnlich trockene Jahre. Wo sich 2018 einreiht, dürfte erst Ende des Jahres endgültig feststehen. Fest steht bereits jetzt, dass manchenorts entlang der Wasserläufe die Stromproduktion wegen der Trockenheit zwar hinter den Vorjahreswerten zurückbleibt, insgesamt aber die Erzeuger Erneuerbarer Energien denoch profitiert hätten. Denn die vielen Sonnenstunden hätten den Rückgang der Wasserkraft bei Weitem wett gemacht, wird argumentiert. Die Produktion aus Sonnenenergie lag im September 2018 ein Drittel über dem Vorjahreswert.

Das Niedrigwasser enthüllt übrigens auch andere Seiten: Gross-Reinemachaktionen für den Rhein. Dass man dabei auf alte Kriegsmunition stösst, macht die Angelegenheit nicht unbedingt entspannter.

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