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Wie sieht die Tankstelle der Zukunft aus?

Premiere der etwas anderen Art am Genfer Autosalon: Wer wie, wo und mit was künftig sein Fahrzeug mit Treibstoff füttert, wird an der «Tankstelle der Zukunft» in der Halle 6 der Geneva International Motor Show 2018 thematisiert.

Seiner Reiselust hat der Mensch schon immer gefrönt – und musste dabei auch mal Pause machen. Sei‘s im Zeitalter der Romantik (1795–1840) für etwas Hafer und einen Pferdewechsel, sei‘s zu Beginn des 20. Jh. für einen Boxenstopp in der Apotheke. Denn nirgendwo sonst gab es damals für die «Zweipferder» Treibstoff in Form von «Ligroin», wie Benzin damals hiess und in Ermangelung geeigneter Behältnisse auch schon mal in Milchflaschen abgefüllt wurde.

Der Rest dürfte bekannt sein: Es dauerte nicht lange, da boomten petroleumbetriebene Fahrzeuge und mit ihnen das Verteilernetz namens Tankstellen, in denen es alsbald weit mehr als nur Treibstoff für die Blechkarossen zu kaufen gab. Wie aber sieht die Tankstelle der Zukunft aus? Dazu macht sich inzwischen die Erdöl-Vereinigung (EV) auf Leitveranstaltungen der Automobilbranche wie der Genfer International Motor Show Gedanken. Der Verband der schweizerischen Erdöl-Importeure ist 2018 zum ersten Mal überhaupt an der traditionellen Genfer Automesse zu Gast und stellt dort die Tankstelle als Mobilitäts-Hotspot ins Zentrum. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Erdöl-Branche dank ihrer Infrastruktur und Logistik eine Schlüsselrolle auch bei der Mobilität der Zukunft spielt. Wie aber sieht man dort die Tanke der Zukunft? Mögliche Antworten auf diese Frage gibt es vom 8. - 18. März 2018 am Autosalon Genf in Halle 6, wo die EV einen gemeinsamen Stand mit dem Forschungsinstitut Empa und Hyundai betreibt.

Tankstellen-Kerngeschäft und mehr

Manches deutet darauf hin, dass die Tankstelle der Zukunft nicht nur Benzin, Diesel und Kioskware anbieten wird, sondern sich das Serviceangebot unter anderem Richtung Pick-up Zone für Paketdienste, Spa-Bereich und Apotheke erweitert. Natürlich kommt auch ins Tankstellen-Kerngeschäft Bewegung, zumal es bereits jetzt ein breiteres Angebot an Treibstoffen gibt. Neben Benzin und Diesel können auch Gas, Biotreibstoffe, synthetische Treibstoffe, Strom und Wasserstoff getankt werden. Doch welche Treibstoffe sich langfristig durchsetzen und wie sie möglichst nachhaltig produziert werden, bleibt unter den Experten bis heute ein Streitpunkt. Die Zukunft wird es richten. Schon heute dürfte feststehen, dass das Elektroauto nicht in allen Fällen die nachhaltigste Lösung ist. In Ländern, wo Strom aus Kohle hergestellt wird, ist das Elektroauto möglicherweise die schlechtere Lösung als der Verbrennungsmotor.

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