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Zeitnah und erdenfern: Infos über Luftqualität

Rechtzeitig zum Winterbeginn informiert eine App über die Luftqualität in der Schweiz. Über die globale Luftverschmutzung liefert ein Satellit erste Bilder aus mehr als einer Höhe von 800 Kilometern.

Mit Beginn der Wintersmog-Saison erweitert das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz sein Angebot auf der MeteoSwiss App mit Angaben zur aktuellen Luftqualität. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute (Cercl’Air) sind ab Dezember 2017 die aktuellen Konzentrationen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid in der gesamten Schweiz abrufbar.

Öffnet man die Kachel Gesundheit auf dem Home Screen, wird die Luftqualität für die ganze Schweiz auf einer Karte übersichtlich dargestellt. Für detaillierte Angaben zu Luftbelastung, Luftschadstoffquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen reicht ein Klick auf den entsprechenden Kanton. Dadurch wird die airCHeck App geöffnet.

Luftverschmutzung in hoher Auflösung dank Umweltsatellit

Der europäische Umweltsatellit Sentinel-5P hat nach seinem Start Mitte Oktober 2017 erste Bilder von bisher unerreichter Genauigkeit zur Luftverschmutzung auf der Erde geliefert. Sentinel-5P war am 13. Oktober an Bord einer russischen Trägerrakete abgehoben und auf einer polaren Umlaufbahn in 824 Kilometern Höhe ausgesetzt worden. Es sei früher nicht vorstellbar gewesen, dass Luftverschmutzung aus 800 Kilometern Höhe beobachtet werden könnte, hiess es. Auch von dem Vulkan Agung auf Bali lieferte Sentinel-5P bereits Daten. Sentinel-5P zählt zum Copernicus-Programm. Bei Copernicus handelt es sich um ein im Jahre 1998 gemeinsam von der Europäischen Kommission (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gegründetes Erdbeobachtungsprogramm. Es liefert aktuelle Informationen für umwelt- und sicherheitsrelevante Fragestellungen. Die Satelliten sollen Erdoberfläche, Temperatur, Atmosphäre und Wetter beobachten und Veränderungen dokumentieren. Das Programm wird aus dem EU-Budget und von der ESA finanziert. Die Daten sind kostenfrei einsehbar.

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