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Was, wenn Menschen nicht Auto fahren würden, sondern elektrisch fliegen? Es könnte das Ende von Staus und Luftverschmutzung sein, glauben Tüftler. Und experimentieren eifrig herum. Auch in der Schweiz.

Die Zukunft ist elektrisch: Nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft. In Europa sind rund ein Dutzend Projekte an Elektroflugzeugen in Arbeit respektive schon am Fliegen. Ein bayerisches Start-up ist bei der Entwicklung des Flugautos ganz vorne mit dabei. Die Akkus des Elektrojets, so heisst es bei den Lilium-Konstrukteuren, erlaubten eine Reichweite von 300 Kilometern. 36 kleine Elektrotriebwerke, die beim Start nach unten zeigen wie bei einer Rakete, während des Flugs nach hinten wie bei einem Verkehrsflugzeug, sorgen dafür, dass das Ei tatsächlich fliegt. Das bewies der Prototyp erst kürzlich beim Jungfernflug, allerdings unbemannt und ferngesteuert.

Neben den kleineren Firmen sind auch Weltkonzerne am Erforschen von elektrischen Antrieben für die Luftfahrt. Airbus und Siemens wollen das Thema gemeinsam vorantreiben. Ziel ist es, bis 2020 die technische Machbarkeit solcher Antriebssysteme nachzuweisen, erklären die Unternehmen.

Elektrisch fliegen wie eine Drohne – so schnell und sparsam sein wie ein Flugzeug. Dabei gibt es  einen Haken: Der Luftraum ist begrenzt, bereits stark beansprucht und darum sehr streng reguliert. Bevor hierzulande Luft-Taxis oder gar Privatjets abheben dürfen, bräuchte es massive Gesetzesänderungen.

Das ist kein Grund, dass nicht auch die Schweiz an vorderster Front mitmischt. Um die E-Mobilität in der Luftfahrt zu fördern und deren Bedeutung für der Zukunft zu unterstreichen, wird auf dem Regionalflughafen Grenchen am 9. und 10. September das erste europäische Fly-in für Elektroflugzeuge stattfinden. Hinter dem ersten Elektro Fly-in stehen die Protagonisten des vierplätzigen Hybrid-Flugzeugprojekts Smartflyer.

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