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Der Bundesrat will den Bau von Schnellladestationen auf Rastplätzen fördern. Die Batterien von Elektrofahrzeugen sollen entlang den Nationalstrassen überall möglichst schnell wieder aufgeladen werden können.

Elektroautos spielen im Strassenverkehr eine immer wichtigere Rolle und tragen zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele des Bundes bei. Dank des Engagements der überwiegend privaten Akteure verfügt die Schweiz bereits über ein vergleichsweise dichtes Netz an öffentlich zugänglichen Ladestationen. Um auch längere Strecken zu überwinden, braucht es zusätzlich ein gutes Netz an Schnellladestationen entlang der Nationalstrassen. Der Bundesrat will daher den Aufbau eines solchen Schnellladenetzes erleichtern, wie er im Bericht zum Postulat der nationalrätlichen Verkehrskommission festhält.

Raststätten – Rastplätze

Nach geltendem Recht können entlang der Nationalstrassen Schnellladestationen nur auf Raststätten, die unter kantonaler Hoheit stehen, errichtet werden. Heute sind auf zwölf der 59 Raststätten Ladestationen für Elektroautos in Betrieb, weitere sind in Planung. Mit der Umsetzung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) wird es voraussichtlich ab 1.1.2018 möglich sein, auch auf Rastplätzen Schnellladestationen zu bauen. Damit das Netz rasch entsprechend ergänzt werden kann, ist es wichtig, dass auf den Nationalstrassen eine Stromversorgung mit den notwendigen Anschlüssen zur Verfügung gestellt werden kann.

Im 1850 Kilometer umfassenden Nationalstrassennetz gibt es rund 100 Rastplätze. Laut Bundesamt für Strassen (ASTRA) ergibt das durchschnittlich etwa alle 60 Kilometer eine Raststätte und alle 40 Kilometer einen Rastplatz. Der Bund will seine Empfehlungen aufgrund der technischen Entwicklungen laufend überarbeiten. Ausserdem will er weiterhin als Vermittler und Koordinator zwischen Bund, Kantonen und Privaten auftreten. Laut ASTRA gab es in der Schweiz Ende 2016 knapp 11 600 Elektrofahrzeuge.

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