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2015 ist in der Schweiz mehr Strom verbraucht worden als im Vorjahr. Ursache ist die kühlere Witterung und damit die Heizgradtage, die gegenüber 2014 markant zugelegt haben.

2015 ist der Stromverbrauch in der Schweiz um 1,4 Prozent auf 58,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) gestiegen. Zum Anstieg beigetragen hat insbesondere das kühle Wetter anfangs Jahr sowie im Herbst. Die sogenannten Heizgradtage stiegen 2015 um 10,5 Prozent gegenüber 2014 (dem wärmsten Jahr seit Messbeginn 1864). Da in der Schweiz rund ein Zehntel des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet wird, führte dies zu einem spürbaren Anstieg des Stromverbrauchs.

Hinzu kamen die positive Wirtschaftsentwicklung sowie die Bevölkerungszunahme, die sich ebenfalls auf den Stromver-brauch auswirkten. Gleichzeitig wurde weniger Strom aufbereitet: Die Schweizer Kraftwerke produzierten 66 Milliarden kWh – und damit 5,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Während von den Wasserkraftwerken etwas mehr Elektrizität kam als im Vorjahr, sank die Produktion der fünf Atomkraftwerke um satte 16 Prozent. Das sei vor allem auf ausserordentliche Stillstände der Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt zurückzuführen, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE).

Die Wasserkraftwerke trugen mit fast 60 Prozent den Löwenanteil zur Schweizer Stromproduktion bei, vor den Atomkraftwerken mit rund 33,5 Prozent. Die konventionell-thermischen und erneuerbaren Anlagen steuerten 6,6 Prozent bei.

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