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Die Hydroenergie schreitet in der Schweiz weiter voran. Die Zahl der Wasserkraftwerke mit einer Leistung von über 300 Kilowatt (kW) stieg im Jahr 2015 um 19 auf 623 an. Neu gibt eine Storymap Auskunft über die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der Schweiz.

Am 1. Januar 2016 waren in der Schweiz 623 Wasserkraftzentralen mit einer Leistung grösser 300 Kilowatt in Betrieb (1.1.2015: 604 Anlagen). Die maximal mögliche Leistung ab Generator hat gegenüber dem Vorjahr um 71 Megawatt zugenommen. Diese Zunahme ist primär auf den Zubau neuer Anlagen, Erweiterungen und Optimierungen zurückzuführen, wie das Bundesamt für Energie (BFE) mitteilt. Die Zunahme der erwarteten Energieproduktion ist deutlich grösser als der Mittelwert der letzten 10 Jahre (88 Gigawattstunden) und höher als der Mittelwert der letzten 20 Jahre (126 GWh). Mit Wasserkraft werden rund 56 Prozent des Stroms der Schweiz erzeugt.

Storymap: «Die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der Schweiz»

Eine neue Storymap des BFE macht die Statistik der Wasserkraft auf spielerische Art zugänglich. Sie visualisiert die Wasserkraftanlagen mit einer Leistung grösser als 300 kW gemäss ihrer Bedeutung für die Stromproduktion (siehe Bild) und zeigt, wo sie sich befinden und durch welche Zuflüsse sie gespeist werden. Bei Pumpspeicherkraftwerken ist nur die Produktion mit natürlich anfallendem Wasser berücksichtigt, entsprechend sind reine Umwälzwerke nicht in der Grafik aufgeführt. Bei Grenzkraftwerken wird der Schweizer Anteil an der Produktion gezeigt.

Mit einem Anteil von 15,58 Prozent an der weltweiten Stromerzeugung war Wasserkraft 2011 nach der Verstromung von Kohle und Erdgas und vor der Kernenergie die drittbedeutendste Form der Stromproduktion.

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