E-Bike

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Rund 233'000 Elektro-Velos (E-Bikes) fahren heute auf Schweizer Strassen und täglich werden es mehr. 2013 wurden rund 50'000 E-Bikes verkauft, damit ist fast jedes sechste verkaufte Velo ein E-Bike. Trotz aller positiven Seiten gibt es auch Hindernisse für die Nutzung eines E-Bikes.

Warum ist das so, wie sieht das Mobilitätsverhalten der E-Bike Nutzerinnen und -Nutzer aus und was sind die damit verbundenen energetischen Wirkungen? Antworten auf diese Fragen liefert der im Auftrag des Bundesamts für Energie erarbeitete Bericht «Verbreitung und Auswirkungen von E-Bikes in der Schweiz». Der typische E-Biker ist männlich, 53,5 Jahre alt und hat sein E-Bike 2013 oder 2012 gekauft. Er entschied sich für ein E-Bike, weil das Fahren weniger anstrengend ist und somit komfortabler grössere Distanzen bewältigt werden können, die körperliche Gesundheit aber trotzdem gestärkt wird.

2‘600 Kilometer werden pro Jahr mit dem E-Bike zurückgelegt. Die durchschnittliche Distanz, die mit dem Auto zurückgelegt wird, beträgt pro Person und Jahr 10‘000 Kilometer. Besonders interessant hier: 84% (2‘200) der E-Bike-Kilometer werden von anderen Verkehrsmitteln verlagert, allen voran vom Auto mit knapp 1‘000 Kilometer pro Person. Bei einem Bestand von 233‘000 E-Bikes im Jahr 2013 ergibt das 233 Millionen Kilometer substituierter Auto-Kilometer.

Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft

Dem Bericht zufolge liegt das Potenzial an zukünftigen E-Bike-Besitzerinnen und -Besitzern noch 2,8 bis 7,9 Mal höher als die aktuelle Verbreitung. Doch trotz aller positiven Seiten eines E-Bikes gibt es Hindernisse für eine Nutzung: Mit einer Zustimmung von über 50% bei den befragten Personen ist die Verkehrssicherheit ein Grund, warum noch kein E-Bike vor dem Haus steht. Ebenfalls bemängelt wird die Reichweite der Akkus, das zu hohe Gewicht des E-Bikes oder die zu grosse Distanz zum Arbeitsort.

Durchgeführt wurde die Untersuchung von Ecoplan AG und dem Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern im Auftrag des BFE.

 

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