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Ein kostengünstiges System zum kabellosen Laden von Elektrofahrzeugen, mit dem auch Energie ins Stromnetz zurückgespeist werden kann, präsentieren Forscher demnächst auf der IAA vom 15. bis 18. September in Frankfurt/Main.

Das Ladesystem erreicht hohe Wirkungsgrade von 93 bis 95% über den vollen Leistungsbereich von 400 W bis 3,6 kW. Die Abstände zwischen Auto und Ladespule können bis zu 20 cm betragen. Das System des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) ist so ausgelegt, dass es dem Fahrer maximale Flexibilität erlaubt: Es ermöglicht nicht nur das induktive Laden, sondern verfügt auch durch ein multifunktionales Systemkonzept über einen ein- und einen dreiphasigen Netzanschluss. So kann der Fahrer das Fahrzeug auch an einer üblichen Steckdose oder einer Ladesäule auftanken.

Beitrag zur Energiewende

Das neue, induktive Ladesystem soll auch einen Beitrag zur Energiewende leisten. Wenn der Wind zu heftig bläst oder die Sonne zu lange scheint, dann liefern die Windkraftanlagen und Solarzellen zu viel Energie. Das Stromnetz ist folglich überlastet. Der Plan der Entwickler: Die überschüssige Energie soll über die Spulen in die Batterien der Elektrofahrzeuge fliessen – als Zwischenspeicher. Wenn die Windräder stillstehen und die Sonne nicht mehr scheint, dann soll der Strom wieder ins Netz zurückströmen. So würden die Stromnetze stabiler und der Ausbau der erneuerbaren Energieträger könnte weiter voranschreiten.

Bis es so weit ist, stellen die Entwickler erst mal einen Prototypen der neuen Spulen vor. Vom 15. bis 18. September erhalten Interessierte auf der Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt (Halle 4, Stand D33) einen Einblick in das innovative kabellose System.

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