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Darauf hätte man schon viel früher kommen können: Nicht die Masse auf engstem Raum macht`s, sondern die wohl überlegte Plazierung. Turbinen in grossen Windparks erzeugen deutlich weniger Energie als isoliert stehende Windräder.

Der Wind ist eine enorme Energiequelle, doch seine Nutzung für die Stromproduktion hat natürliche Grenzen. Deutsche Forscher haben die Obergrenze nun bei einer Leistung von gut einem Watt pro Quadratmeter errechnet. Denn grosse Windparks bremsen den Wind und erzeugen weniger Energie. Das fand eine internationale Forschergruppe heraus. Die Forscher arbeiteten mit einem Simulationsmodell, das in der Wettervorhersage benutzt wird, und bauten erstmalig Windparks und deren Auswirkungen mit ein.

Sie wendeten das dann für den mittleren Westen der USA an, eine der windigsten Regionen auf der Landoberfläche. Bei nur wenigen Windkraftanlagen gilt: Mehr Turbinen erzeugen mehr Strom. Bei sehr viel mehr Turbinen zeigte sich, dass sich die Windgeschwindigkeit zunehmend reduziert und jede Turbine weniger Energie erzeugt. Das führt dazu, dass in der untersuchten Region pro Quadratmeter maximal ein Watt erzeugt werden kann, deutlich weniger als bisher geschätzt.

Die Erklärung: Die Atmosphäre treibt die Winde nahe der Oberfläche mit sehr wenig Energie an. Je mehr Windturbinen diese Energie entziehen, umso mehr wird der Wind gebremst. Die Kombination beider Effekte führt dazu, dass Turbinen in grossen Windparks deutlich weniger Energie erzeugen als isoliert stehende Windkrafträder.

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