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Das Gebäude erinnert ein bisschen an den Todesstern aus «Star Wars». Dabei ist die Glaskugel mit 80 Metern Durchmesser höchst lebendig und dient einer guten Sache. Der Pavillon ist das Zentrum der Expo 2017, die unter dem Motto «Energie der Zukunft» steht.

In den modernen Informationszentren, die sich gerne mit der Digitalen Revolution brüsten, haben bislang nur einige wenige Fachleute von der Aufgabenstellung der diesjährigen Weltausstellung in der kasachischen Provinz Kenntnis, selbst in den Spitzen der Wirtschaft ist die Expo 2017 noch nicht durchgehend angekommen. Dies ist umso erstaunlicher, als offenbar nicht zur Kenntnis genommen wird, dass in den Zeiten von Bits und Bytes ohne Energie – sprich Elektrizität – rein gar nichts geht.

Ausgerechnet Astana als Schauplatz für die Expo 2017? Kasachstans Hauptstadt, im Winter bis minus 52 °C eine der kältesten Metropolen der Erde, bietet sich als Austragungsort für eine derartige Schau, die vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 durchgeführt wird, geradezu an. Innerhalb von dreissig Jahren hat sich die Einwohnerzahl der Kapitale fast verdreifacht. Kasachstan will mit gutem Beispiel vorangehen und künftig zunehmend auf grüne Energie setzen. Ein Richtungswechsel, da es der grösste Binnenstaat der Erde bisher vor allem dank Kohle, Öl und Gas zu Wohlstand gebracht hat. Bis 2020 sollen 23 Solarstromanlagen, 20 Windkraftanlagen und mehr als 20 Wasserkraftwerke gebaut werden. Den fünf Millionen erwarteten Besuchern sollen zudem auf unterhaltsame Weise Themen rund um die Energie näher gebracht werden.

Mit ihrer Beteiligung an der Expo 2017 will die Schweiz ihr Know-how und ihre Innovationskraft im Energiebereich zeigen und auf ihren verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen hinweisen. Kasachstan ist aufgrund seines wirtschaftlichen Potenzials auch eine interessante Destination für Schweizer Unternehmen. Das Budget für die Beteiligung der Schweiz beläuft sich auf 4,7 Millionen Franken. Die Nettoausgaben des Bundes belaufen sich nach Abzug der Partnerbeiträge auf schätzungsweise 3,15 Millionen Franken.

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