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Der Fingerabdruck von Elektrogeräten kann beim Energiekonsum für Transparenz sorgen. Wie das geht, zeigen Forscher des iHomeLab, die mit Unterstützung des Bundesamts für Energie (BFE) ein Analysesystem entwickelt haben, das die eingeschalteten elektrischen Geräte eines Haushaltes erkennt und den Verbrauch in Echtzeit misst.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, weiss mit Blick auf die Anzeige, wie viel Treibstoff er gerade verbraucht. Und bekommt so ein gutes Gefühl für den Energieverbrauch – und damit auch für die Kosten. Anders beim Stromverbrauch. Hier fehlt meistens die Vorstellung, wie viel Strom der Rasierapparat, die Schreibtischlampe oder der Mixer benötigt. Unter den Schlagworten Smart Home und Smart Metering wird zwar seit einigen Jahren versucht, dieses Manko auszugleichen. Nun aber messen neuartige Geräte den Energieverbrauch und erlauben damit zusätzlich, die Haushaltsgeräte bzw. die Haustechnik «intelligent» zu vernetzen und zu regeln.

Die Grundidee besteht darin, aus der Gesamtlastkurve eines Haushalts die einzelnen elektrischen Geräte quasi aufgrund ihres Fingerabdrucks zu erkennen. Diese Technologie wird als berührungsfreie Lasterkennung von Verbrauchern (engl. NIALM für: non-intrusive appliance load monitoring) bezeichnet. Die NIALM-Technologie will also den individuellen Stromverbrauch sämtlicher Elektrogeräte in einem Haushalt messen, ohne jedes von ihnen mit einem eigenen Messgerät ausstatten zu müssen.

Diese Vision einer kostengünstigen Messinfrastruktur für Haushalte hat seither das Interesse verschiedener Forschergruppen geweckt. Eine davon arbeitet an der Hochschule Luzern in Horw etwas ausserhalb von Luzern. Dort können Interessierte am iHomeLab den Demonstrator eines neu entwickelten NIALM-Systems anschauen und ausprobieren.

Das Kurzvideo unten gewährt einen Einblick ins Projekt REALYSE, das mit Unterstützung des Bundesamts für Energie (BFE) realisiert wird.

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