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Vom Ortskern Neuhausen am Rheinfall sollen künftig Touristen von einem autonomen Bus zum Wasserfall chauffiert werden. Erste Tests dafür werden in den kommenden Wochen gestartet

Die Firma Trapeze hat einen selbstfahrenden Bus vorgestellt. Die Höchstgeschwindigkeit des elektrischen Fahrzeugs beträgt zunächst 25 km/h. Der Bus hat kein Lenkrad, er fährt und hält selbstständig – dabei ist kein Fahrer anwesend und bald ist auch keine Begleitperson mehr erforderlich. Die Transportkapazität beträgt elf Personen. Falls sich der Bus unerwarteten Hindernissen oder Fussgängern nähert, stoppt er selbstständig. Die Reaktionszeit solcher Busse ist dank der fortgeschrittenen Technologie kürzer als die eines Menschen.

In einer zweiten Phase soll der autonome Bus den Transportmix des Verkehrsbetriebs Schaffhausen (VBSH) in der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall ergänzen. Touristen gelangen dann mit dem autonomen Fahrzeug direkt zum Rheinfall. Jährlich besuchen rund 1,5 Millionen Menschen diese Attraktion. Zusteigen können die Fahrgäste dann sowohl im Zentrum als auch an diversen Bushaltestellen. Informations-Stellen werden den Fahrgästen Echtzeitinformationen zu Abfahrt, Ankunft und Umsteigemöglichkeiten liefern. Mit einer Studie wird das Institute of Science, Technology and Policy (ISTP) der ETH Zürich den Betrieb der autonom-fahrenden Buslinie in Neuhausen am Rheinfall begleiten.

Pilotprojekt auch in Sitten

In Sitten rollen seit gutem einem Jahr selbstfahrende Busse von Postauto Schweiz zwischen Stadtzentrum und Bahnhof. Das Pilotprojekt dauert noch bis mindestens Ende Oktober. Bei den Fahrten ist aber immer noch eine Begleitperson dabei. Das Angebot stiess auf grosse Beliebtheit: Innert eines Jahres wurden insgesamt 21 500 Personen befördert und 4500 Kilometer zurückgelegt.

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