Geothermie

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Am 14. Oktober 2013 haben die Produktionstests für ein Geothermie-Kraftwerk bei St. Gallen begonnen. Die Tests sollen Informationen über Heisswasser- und Gasvorkommen in der Tiefe liefern. Der Gemeindepräsident von Wilchingen hat in seinem Haus bereits 1984 eine Geothermieanlage eingebaut.

Querschnitt

Für die Stadt St. Gallen ist das Geothermie-Projekt eine Chance, aber auch ein Risiko: Die Stimmberechtigten sagten 2010 deutlich Ja zu einem Kredit von 160 Millionen Franken. Im Idealfall könnten mit dem Geothermie-Kraftwerk mehrere tausend Gebäude geheizt und Strom erzeugt werden. Die Bohrarbeiten begannen im vergangenen März. Im Sommer bebte die Erde. Dass es erneut Erschütterungen gibt, wird in Kauf genommen. Ende August 2013 hatte der Stadtrat beschlossen, das Geothermie-Projekt trotz des herben Rückschlags durch das Erbeben vom 20. Juli 2013 weiterzuführen. Das Beben der Stärke 3,5 wurde durch das notfallmässige Verstopfen des Bohrlochs nach einem plötzlichen Gasaustritt in der Tiefe verursacht. Nun sind die Tests am Laufen.

Infoanimation des Geothermie-Projekts

Was versteht man unter Geothermie? Wie will die Stadt St.Gallen Geothermie nutzbar machen? Wie können Generationen von Menschen mit klimafreundlicher Energie versorgt werden? Unten stehende Infographik erklärt es.

Wilchingen: Geothermie bereits 1984

Hans Rudolf Meier, Gemeindepräsident von Wilchingen, hat in seinem Haus bereits 1984 eine Geothermieanlage eingebaut. Vermutlich als einer der ersten privaten Bürger der Schweiz, wie er im Gespräch mit EKS ON! betont. Auf die Frage, ob Geothermie auch für die Gemeinde Wilchingen eine Option ein könnte, antwortet er, dass die Technik interessant sei und ergänzt: «Allerdings liegt Wilchingen auf einer Schotterschicht, die Möglichkeiten sind begrenzt. Wir können teilweise nicht tiefer als 50 Meter bohren».

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