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Der Sommer 2015 ist in der Schweiz nach 2003 der zweitwärmste Sommer, der je gemessen wurde. Welche Auswirkungen Hitze und Trockenheit unter anderem auf die Stromproduktion haben, zeigt ein Bericht des Bundes.

Der Sommer 2015 war geprägt durch niedrige Pegelstände und geringe Abflussmengen in den Gewässern, starke Gletscherschmelze und eine rekordhohe Erwärmung von Permafrostböden. Hitze und Trockenheit haben Auswirkungen auf Gesundheit, Landwirtschaft, Wald, Biodiversität, Luftqualität und Stromproduktion. So waren wegen der Sommerhitze 2015 rund 800 Todesfälle mehr zu beklagen als in einem normalen Jahr. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts dürften Verhältnisse wie im Sommer 2015 zum Normalfall werden.

Wie der nun veröffentlichte Bericht des Bundes zeigt, konnten die Laufwasserkraftwerke in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 wegen der Trockenheit deutlich weniger Strom produzieren als üblich, und Kleinwasserkraftwerke mussten dort, wo Schmelzwasser fehlte, teilweise sogar ganz abgestellt werden. Über das ganze Jahr betrachtet, lag die Stromproduktion aber trotzdem über dem Mittel der früheren Jahre. Die Stromproduktion konnte dank früher Entleerung der Speicherseen hoch gehalten werden. Die Grafik rechts zeigt die Wassertemperatur des Rheins bei Rekingen (oben) bzw. der Aare bei Bern (unten). Es handelt sich um das Tagesmittel der Wassertemperatur im Jahr 2015 (dunkelorange Linie) im Vergleich zu den Tagesmitteln der Normperiode 1981–2010 an vier ausgewählten Stationen. Hellgrau: Bereich, in den 50 Prozent der Tagesdurchschnitte der Normperiode fallen. Hellorange und hellgrau: Bereich, in den 90 Prozent der Tagesdurchschnitte der Normperiode fallen. Graue Linie: Mittelwert der Normperiode.

Wie heiss es im Sommer 2015 an gewissen Tagen war, zeigt im Film unten der Wetterbericht von SRF Meteo vom Mittag «mit Fussbad».

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