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Die radioaktiven Stoffe, welche die Schweizer KKW an die Umwelt abgeben, werden neu monatlich auf der Webseite der Aufsichtsbehörde ENSI veröffentlicht. Bisher wurden nur die Jahreszahlen publiziert.

In diesen Tagen schaltete das ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) in einem ersten Schritt die Monats- und Jahresdaten aus dem Jahr 2014 auf, wie die Kernkraftsichtsbehörde mitteilt. Künftig sollen die Daten fünf Wochen nach dem jeweiligen Monatsende der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Bisher wurden die Resultate jährlich im Aufsichts- und Strahlenschutzbericht des ENSI sowie im Jahresbericht des Bundesamtes für Gesundheit veröffentlicht. Die Jahreswerte sollen auch künftig in dieser Form ausgewiesen werden.

Jedes Schweizer Kernkraftwerk darf radioaktive Stoffe kontrolliert an die Umwelt abgeben. Dabei müssen Grenzwerte eingehalten werden, damit diese Abgaben keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Um dies zu kontrollieren, führt das ENSI Inspektionen und Messungen durch. Es vergewissert sich dabei, dass die Betreiber ihre Abgaben korrekt bilanzieren.

Schweizer Kernkraftanlagen werden sicher betrieben

Die insgesamt neun Kernkraftanlagen seien sicher betrieben worden, teilt das ENSI mit. Der Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung sei jederzeit gewährleistet gewesen. Das AKW Gösgen (SO) meldete dem ENSI elf Vorkommnisse, die für die nukleare Sicherheit relevant sind. Das AKW Leibstadt (AG) teilte neun Vorkommnisse mit, das AKW Mühleberg (BE) acht Vorkommnisse. Das ENSI registrierte je fünf Vorkommnisse beim AKW Beznau 1 und 2 (AG). Einzig im AKW Leibstadt kam es Anfang Juli zu einer Schnellabschaltung.

Die Abgaben radioaktiver Stoffe an die Umwelt via Abwasser und Abluft aus den Kernkraftanlagen in der Schweiz lagen auch 2014 weit unter den Grenzwerten. Es seien keine unerlaubten Abgaben radioaktiver Stoffe aus den Anlagen festgestellt worden, hält das ENSI fest.

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