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Klimaanlagen und Klimageräte in der Schweiz brauchen rund 15 Prozent der gesamten Kühlenergie. Der Bund sieht grosses Einsparpotenzial beim Stromverbrauch von Klimageräten. Wissenschaftler entwickelten ein Kühlsystem, das deutlich umweltfreundlicher ist als herkömmliche Klimaanlagen. Auch die Entwicklung von Klimaanlagen in Fahrzeugen ist auf Umweltfreundlichkeit fokussiert.

Rund 2 % des gesamten Elektrizitätsverbrauchs in der Schweiz entfallen gemäss Bundesamt für Energie (BFE) auf Klimaanlagen und Klimageräte. Insgesamt machen Kühlleistungen gar rund ein Siebtel des Stromverbrauchs aus, wie das BFE mitteilt. Der Grossteil davon, rund 85 %, entfällt auf Kühlschränke, Gefriergeräte und Kühlanlagen für Server. Klimaanlagen und Klimageräte brauchen demnach rund 15 % der Kühlenergie.

«Gezielt und sparsam zu kühlen»

Aus der Sicht des Bundes besteht bei der Raumklimatisierung noch viel Einsparpotenzial. Das BFE ruft die Verbraucher auf, «gezielt und sparsam zu kühlen».

NREL-Forscher mit DEVap.
NREL-Forscher mit DEVap.

Klimaschonende Klimaanlage

US-Forscher entwickeln ein Kühlsystem, das bis zu 90 Prozent weniger Strom verbraucht als die derzeit besten Geräte mit Kompressorkühlung. Dabei wird auf umweltschädigende Substanzen wie FCKW verzichtet. Der sogenannte «DEVap» (Desiccant-Enhanced eVaporative air conditioner) ist sowohl zum Einsatz in trockenen Wüstengebieten als auch in tropischem Klima geeignet. Das DEVap-Konzept wurde patentiert und wird nun weiter optimiert.

Die neuen Vorgaben aus Brüssel

Die EU nimmt ab 2013 schrittweise ineffiziente Geräte vom Markt und führt eine bessere Kennzeichnung ein. Gleichzeitig führt die EU eine bessere Kennzeichnung ein, die Verbraucherinnen und Verbraucher besser über den Stromverbrauch der Klimageräte informiert.

Autos mit Kohlendioxid kühlen

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen startete die Entwicklung von Klimaanlagen, in denen CO2 als Kältemittel arbeitet. Die Technologie soll sukzessive in der gesamten Fahrzeugflotte eingesetzt werden, heisst es.

CO2, als Kältemittel unter der Bezeichnung R744 bekannt, hat ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial als herkömmliche Kältemittel und eignet sich gut für darauf ausgelegte Klimaanlagen in Autos. Mit einem Global-Warming-Faktor bzw. GWP-Wert von 1 unterschreitet es den von der EU vorgegebenen Grenzwert von 150 um ganze 99,3 %.

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