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Mehr als 125 Staats- und Regierungschefs haben am Klimagipfel in New York teilgenommen. Einig war man sich, dass konkrete Schritte zum Klimaschutz nötig sind. UN-Generalsekretär Ban sprach von einem historischen Tag. Bundesrätin Doris Leuthard appellierte an die Verantwortung aller Länder. Und Leonardo DiCaprio sagte, was zu tun ist.

Er hatte gerufen und so viele Staats- und Regierungschefs wie nie sind gekommen. Man sitze hier heute nicht mehr, um zu reden, sondern um Geschichte zu schreiben, mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: «Ich fordere Sie alle auf: Führen Sie! Wir müssen die Emmissionen begrenzen. Bis zum Ende des Jahrhunderts müssen wir CO2-neutral wirtschaften.»

UN-Friedensbotschafter DiCaprio

Ein besorgter Bürger sei er, kein Experte, betonte Leonardo DiCaprio, der neue UN-Friedensbotschafter fürs Klima, am Rednerpult der Vereinten Nationen. Und er, der Schauspieler, sagte den über 125 versammelten Staats- und Regierungschefs, was jetzt zu tun ist. «Ich schauspielere für meinen Lebensunterhalt, Sie nicht. Jetzt sind Sie dran. Jetzt ist die Zeit zu handeln. Wir bitten Sie, handeln Sie mit Mut und Aufrichtigkeit.»

Die Zeit des Redens ist vorbei. Die Ansprachen zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz gleichen sich in ihrem Aufruf an die Staats- und Regierungschefs, sofort zu handeln. Bundesrätin Doris Leuthard appellierte an die Verantwortung aller Länder. Jedes Land stehe in der Pflicht, seine Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Dies sei mit mehr erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ohne Einbussen an Wohlstand und Lebensqualität möglich, führte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) aus.

Der Climate Summit 2014, auch als Ban-Ki-moon-Gipfel bezeichnet, ist ein Sondergipfel zum Klimawandel, den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im September 2013 angekündigt hat. Er fand am 23. September 2014 in New York statt und ist nicht zu verwechseln mit der UN-Klimakonferenz COP20 vom 1. bis 12. Dezember 2014 in Lima. Obwohl der Fokus des Gipfels eher auf Initiativen und Aktionen als auf politischen Verhandlungen zwischen den Ländern liegt, wird er dennoch als ein wichtiger Meilenstein zum Schliessen der Emissionslücke, dem Unterschied zwischen den Reduktionsversprechen und den tatsächlich zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels nötigen Einsparungen, gesehen und soll den Weg ebnen zu einem neuen Klima-Vertragswerk, das auf der UN-Klimakonferenz in Paris (COP21) verabschiedet werden soll.

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