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Wie stellt man den Klimawandel in einem Bild dar? Junge Kreative in der Schweiz haben in einem Wettbewerb Lösungen für diese anspruchsvolle Aufgabe gefunden. Die Resultate: pfiffig und witzig. Nun wurden die drei besten prämiert.

Obwohl der Klimawandel in aller Munde ist, bleibt er für Laien oft ein abstraktes Phänomen. Bilder können für Abhilfe sorgen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat deshalb Studentinnen und Studenten von staatlich anerkannten Gestaltungs-, Grafik- und Design-Schulen dazu angeregt, sich in einem Wettbewerb kreativ mit dem Thema auseinanderzusetzen und neue, verständliche Bilder für die multimediale Kommunikation zu schaffen.

Ein besonders beliebtes Motiv stellt die schmelzende Glace dar. Auch bei «RELATIVISE!», dem Siegerbild, das den Klimawandel unmittelbar sinnlich erfahrbar macht: Es tut geradezu weh, wenn man sieht, wie die schmelzende Glace über den sonnenverbrannten Arm läuft. Und genau mit dieser körperlichen Empfindung wollen Colin Droz und Luca Mengisen von der Schule für Gestaltung Bern und Biel für die globale Umweltproblematik sensibilisieren.

Dass sich das Thema auch humorvoll vermitteln lässt, zeigt «Matterhorn 2017/2117» auf Platz 2. Hier stellt Silvain Monney von der Hochschule Luzern in geometrisch-minimalistischer Art ein Wahrzeichen der Schweiz einem Wahrzeichen aus Ägypten gegenüber, wobei die Tanne zur Palme mutiert.

Ähnliche, aber ganz anders umgesetzte Motive finden sich bei «Fata Morgana» von Juliana Aschwanden-Vilaça, ebenfalls Hochschule Luzern, deren Beitrag auf Rang drei landet. Vor der Kulisse des Matterhorns, das über einer Wüstenlandschaft thront, trägt ein Kamel eine Kuhglocke.

Obwohl nicht mehr unter den Prämierten, verdienen auch die viert- und fünftplatzierten Beiträge besondere Erwähnung. Mit «Klima in Schieflage» wird eine düster-schöne Metapher für eine Bedrohung durch die Erderwärmung geschaffen. Ein jugendliches Publikum wird mit «Klimaschmutz» angesprochen. Die Illustration im Comics-Stil erzählt «rockige» Geschichten über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Weitere Wettewerbsbeiträge finden sich hier.

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