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Als Brennstoff boomt das Schweizer Holz, als Baustoff für Gebäude eher weniger. Und das, obwohl Holz höchst effizient, belastbar und langlebig ist. Deshalb sind jetzt beim Bau von Gebäuden Schweizer Laubbäume gefragt.

Im Sommer 2015 hat das House of Natural Resources (HoNR) auf dem ETH-Campus Hönggerberg seine Pforten geöffnet. Das Gebäude, das als Forschungslabor dient, gilt als Meilenstein im Bereich des nachhaltigen Bauens.

Denn Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, insbesondere in der Baubranche. Schliesslich machen Gebäude und Infrastruktursysteme etwa 30 bis 40 Prozent des globalen Ressourcenverbrauchs und 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs aus. Durch ihren riesigen ökologischen Fussabdruck steht die Branche deshalb unter Druck, nach Alternativen zu suchen, um umweltverträglicher und damit nachhaltiger zu werden.

Vor diesem Hintergrund hat der Lehrstuhl für Holzbau am Institut für Baustatik und Konstruktion des Departements Bau, Umwelt und Geomatik (D-BAUG) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Architektur und Gebäudesysteme des Departements Architektur (D-ARCH) der ETH Zürich auf dem ETH-Campus Hönggerberg das House of Natural Resources entwickelt. Um ein nachhaltiges Gesamtkonzept zu schaffen, werden für den Bau innovative Holz-Beton-Elemente und eine neue Fassadentechnologie genutzt. Ausserdem sind Sensoren installiert, die das Gebäudeverhalten überwachen.

Die Umweltverträglichkeit weiter erhöhen

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Verbesserungspotenzial der Holz-Beton-Konstruktionen. Darin werden die Eigenschaften der Buchenholz-Furnierplatten insbesondere bezüglich der Flammfestigkeit verbessert, um vollständig auf die Stahlarmierung zu verzichten. Einen weiteren Fortschritt verspricht man sich durch CO2-armen Beton. Durch diese Verbesserungen würde eine lokale Holz-Beton-Hybriddecke möglich, die im Vergleich zur momentan auf dem Markt erhältlichen, konventionellen Stahlbetonkonstruktion 50 Prozent weniger Treibhausgase verursacht.

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