Lichtdeko

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Sind Weihnachtsdekorationen reine Stromverschwendung? Nicht mehr, seit es LED gibt. Heute werden Produkte gekauft, die mit Leuchtdioden ausgestattet sind. Ausserdem: Ein sehr kalter Wintertag in der Schweiz braucht mehr Energie als der Stromverbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung von Haushalten, Geschäften und der öffentlichen Hand.

Weihnachtsbeleuchtung

Man muss es mit dem «Weihnachtszauber» ja nicht gleich übertreiben und auf Weltrekordjagd gehen wie Familie Richards, deren Haus jede Weihnachtsbeleuchtung in den Schatten stellt. Volle 502'165 Lichter schmücken das Haus der Familie Richards in Canberra in Australien.

Der Verkauf von Lichterketten und anderen elektrischen Dekorationen boomt. Die Zuwachsraten werden auf einen zweistelligen Prozentbereich geschätzt, wobei die Hälfte der gesamten Festdekoration von Privaten erstanden wird. Rund 80 Prozent des weltweiten Bedarfs an Weihnachtsdekoration übrigens werden in China produziert.

0,15 % des gesamten Stromverbrauchs

Genaue Untersuchungen zum Stromverbrauch durch Weihnachtsbeleuchtung existieren nicht. Doch es gibt verschiedene Schätzungen: Die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz hat beispielsweise berechnet, dass für die Weihnachtsbeleuchtung von Haushalten, Geschäften und der öffentlichen Hand in der Schweiz rund 100 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht werden. Das wären zwar knapp zwei Prozent des Stromverbrauchs im Dezember, hingegen nur rund 0,15 % des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz.

Led-Leuchten

Immer mehr Produkte werden mit LED ausgestattet. Diese zeichnen sich durch einen tiefen Energieverbrauch, geringe Wärmeentwicklung sowie eine hohe Lebensdauer aus. Zwar sind LED-Produkte etwas teurer, verbrauchen aber bis zehn Mal weniger Strom. Während eine klassische Lichterkette mit herkömmlichen Lämpchen rund 30 Watt verbraucht, benötigt dieselbe Kette mit LED-Lämpchen nur noch 3 Watt. Eine massvolle LED-Weihnachtsbeleuchtung braucht während der ganzen Weihnachtszeit weniger Strom als die Zubereitung des Weihnachtsbratens.

Kerzenlicht

Innenbelechtung rückläufig

In Deutschland gehört für fast drei Viertel der Bundesbürger die Illumination öffentlicher Plätze in der Adventszeit dazu, nur 18% lehnen die Lichtdeko generell ab. Der Trend zum sparsameren Einsatz privater Weihnachtsbeleuchtung indes setzt sich fort, so die Hamburger LichtBlick SE nach ihrer repräsentativen Umfrage "Weihnachtsbeleuchtung 2013". Hauptgrund für den Trend zur sparsamen Weihnachtsbeleuchtung im Haushalt seien gestiegene Energiepreise, so LichtBlick. Aktuell schmücke in den bundesweit rund 40 Millionen Haushalten durchschnittlich knapp eine Lichterkette mit rund 50 Lämpchen den Wohnraum. 2012 sei es statistisch gesehen noch genau eine Lichterkette pro Haushalt gewesen, 2011 sogar noch 1,5 Lichterketten.

Aussenbeleuchtung konstant

Nur bei der Leuchtausrüstung für Garten, Terrasse und Balkon bleibt der Wert gegenüber dem Vorjahr konstant, jeder fünfte Haushalt setzt diese Leuchtmittel ein. Allerdings kosten die Aussenketten weniger Energie, da sie in der Regel aus kleineren Lämpchen bestehen. LichtBlick rät zu sparsamer LED-Technik: Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich bereits nach zwei bis drei Jahren. Hier einige interessante Zahlen und Spartipps.

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