Kommentare: 0

Der Bundesrat hat neue Effizienzvorschriften für Elektrogeräte, Heizungen und Boiler erlassen. Auch werden die Käuferinformationen über den Energieverbrauch bei Autos verbessert. Zudem hat der Bundesrat einen neuen Direktor des Bundesamts für Energie (BFE) ernannt.

Elektrogeräte verbrauchen in der Schweiz jährlich rund 41 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht fast drei Viertel des gesamten inländischen Stromverbrauchs. Daneben beanspruchen Heizungen und Wassererwärmer einen erheblichen Anteil der fossilen Energien. Würden ausschliesslich die stromsparendsten Best-Geräte eingesetzt, könnte der Elektrogeräte-Stromverbrauch um rund einen Viertel gesenkt werden, schreibt der Bundesrat. Folgende Geräte sind von den Anpassungen betroffen:

  • Warmwasserbereiter, Warmwasser- und Wärmespeicher
  • Haushaltslampen
  • Elektrische Backöfen
  • Set-Top-Boxen
  • Leuchtstofflampen
  • Lampen mit gebündeltem Licht
  • Gewerbliche Kühllagerschränke
  • Haushalts-Dunstabzugshauben
  • Raumheizgeräte und Kombiheizgeräte
  • Lüftungsanlagen
  • Haushaltskochmulden
  • Kaffeemaschinen

Bei den Heizungen und Boilern legte der Bundesrat die Anforderungen analog der Ökodesign-Vorschriften in Europa fest. Die Regelung steht neu in der Energieverordnung (Env) und nicht mehr in der Luftreinhalteverordnung.

Bei den Autos verbessert und vereinfacht der Bundesrat die Vorschriften über die Käuferinformation. Der Text wird verständlicher formuliert. Neu müssen auch die CO2-Emissionen der Treibstoffe von der Quelle bis zum Zapfhahn angegeben werden.

Benoît Revaz wird neuer Direktor des BFE

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 6. Juli 2016 Benoît Revaz zum neuen Direktor des Bundesamts für Energie (BFE) ernannt. Der 44-jährige Jurist ist seit 2014 Senior Advisor des Unternehmens E-CUBE Strategy Consultants. Er ersetzt per 1. Oktober 2016 Walter Steinmann, der in den Ruhestand tritt. Der neue Direktor wird unter anderem die Umgestaltung der künftigen Schweizer Energielandschaft begleiten.

 

Zurück