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Die Betreiber von Solaranlagen sollen weniger Fördergelder erhalten. Der Bund will nächstes Jahr die Vergütungssätze für diese Anlagen weiter senken. Die Anhörung dauert bis zum 8. Juli 2015. Die revidierte Energieverordnung soll per 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Strom aus erneuerbaren Energien wird seit Anfang 2009 mit der KEV gefördert, welche die Konsumentinnen und Konsumenten mit einem Netzzuschlag finanzieren. Periodisch prüft der Bund die Berechnung der Gestehungskosten und der Vergütungssätze. Er berücksichtigt dabei die Entwicklung der Technologien, ihre langfristige Wirtschaftlichkeit, die Preise der Primärenergiequellen, der Wasserzinsen und des Kapitalmarktes.

Senkung in zwei Schritten

Die Sätze der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für Photovoltaik-Anlagen sollen in zwei Schritten gesenkt werden, per 1. April und per 1. Oktober 2016. Damit lägen die Sätze ab Oktober 2016 je nach Anlagengrösse zwischen 7 und 13% unter jenen des laufenden Jahres, wie das Bundesamt für Energie (BFE) schreibt. Die Höhe der Einmalvergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen bleibt unverändert. Insgesamt rund 40000 Projekte sind derzeit auf der Warteliste für KEV-Beiträge, grösstenteils Projekte für Photovoltaik-Anlagen.
Nach 2017 werden die zur Verfügung stehenden Fördermittel voraussichtlich ausgeschöpft sein. Weitere Anlagen können in der Folge nur in die Förderung aufgenommen werden, wenn das Parlament im Rahmen der Energiestrategie einen höheren Kostendeckel für die Fördermittel beschliesst. Die Anhörung zur Verordnungsänderung dauert bis zum 8. Juli.

Die Entwicklung der EEG-Kosten bis 2035

Die Milliardeninvestitionen in die Energiewende werden voraussichtlich in acht Jahren erste Früchte tragen: Beim gesetzlich festgelegten Ausbautempo wird die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2023 bis 2035 an kontinuierlich sinken, während gleichzeitig der Anteil der Erneuerbaren Energien auf 60% ansteigt. Im Ergebnis wird Strom im Jahr 2035 nicht mehr kosten als heute, der Anteil der Erneuerbaren Energien wird jedoch doppelt so hoch sein wie gegenwärtig. Den grössten Beitrag dazu wird die Windkraft an Land leisten, gefolgt von Windkraft auf See und Photovoltaik. Das zeigt eine Studie, die Agora Energiewende jetzt vorgelegt hat.
Die Studie «Die Entwicklung der EEG-Kosten bis 2035» sowie das Excel-Programm «EEG-Rechner» stehen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung. Der EEG-Rechner wird in Kürze zusätzlich als Online-Tool angeboten, das direkt im Internetbrowser genutzt werden kann.

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