Rhein

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Die Anrainer-Staaten hielten Bilanz über die bisherigen Aktivitäten zum Schutz des Rheins. Die Ministerinnen und Minister verhandelten über eine gemeinsame Deklaration und stellten fest, dass sich die Wasserqualität und die ökologische Situation des Rheins im letzten Jahrzehnt klar verbessert hat. Weitere Aufgaben stehen noch an.

Die Ministerinnen und Minister der Rhein-Anrainer-Staaten haben anlässlich der 15. Rheinministerkonferenz am 28. Oktober 2013 in Basel beschlossen, bis 2020 die Durchgängigkeit für den Lachs zu verbessern, eine Anpassungsstrategie für den Klimawandel zu erarbeiten und die Anstrengungen gegen Mikroverunreinigungen zu verstärken. Bundesrätin Doris Leuthard betonte die Bedeutung des Rheins als Lebensader Europas und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu seinem Schutz.

Das historische Verbreitungsgebiet des Atlantischen Lachses in der Schweiz

Atlantischer Lachs soll wieder in der Schweiz heimisch werden

Während Jahrtausenden stieg der Atlantische Lachs für seine Laichwanderung aus der Nordsee in fast alle wichtigen Zuflüsse des Schweizer Rheineinzugsgebiets auf. Doch seit Jahrzehnten versperren Kraftwerke und Wehre diesen Wanderfischen den Weg in ihre angestammten Laichgebiete. Gemeinsam mit den Rheinanliegerstaaten unternimmt die Schweiz im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins IKSR grosse Anstrengungen, um die Hindernisse wieder passierbar zu machen und potenziell geeignete Lebensräume aufzuwerten.

Das historische Verbreitungsgebiet des Atlantischen Lachses in der Schweiz umfasst einen Grossteil der bedeutenden Rheinzuflüsse. In einer ersten Ausbreitungsphase sollen die Wanderfische vor allem in den Fliessgewässern der Nordostschweiz wieder heimisch werden. (Quelle: BAFU)

Verlauf des Rheins

Mikroverunreinigungen, Hochwasserschutz und Klimawandel

Die Ministerdeklaration hält ebenfalls fest, dass weitere Aufgaben anstehen. Als Herausforderungen für die Zukunft benennen die Ministerinnen und Minister folgende Themen:

  • Mikroverunreinigungen sowie punktuelle Schadstoffbelastungen: Zusätzliche Massnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Mikroverunreinigungen auf nationaler und internationaler Ebene sind notwendig.
  • Hochwasserrisikomanagement optimieren: Seit dem letzten grossen Rheinhochwasser 1995 haben die Staaten im Rheineinzugsgebiet gut 10 Milliarden Euro in die Hochwasservorsorge, den Hochwasserschutz und die Hochwassersensibilisierung investiert, um das Hochwasserrisiko zu mindern und damit den Schutz von Menschen und Sachwerten zu erhöhen.
  • Auswirkungen des Klimawandels: Die Ministerinnen und Minister beauftragen die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), bis 2014 eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel für das Rheineinzugsgebiet auszuarbeiten, begleitet von Vorschlägen für Anpassungsmassnahmen.

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