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Zu welchen Katastrophen kann es in der Schweiz kommen? Das hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz untersucht und ist zu überraschenden Ergebnissen gelangt. Als grösstes Risiko wird die Stromunterversorgung identifiziert.

Eine lang andauernde, schwere Strommangellage ist in der Schweiz in den kommenden Jahren das grösste Risiko. Dies zeigt eine nationale Risikoanalyse des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS). Das BABS hat eine umfassende nationale Risikoanalyse zu «Katastrophen und Notlagen Schweiz» durchgeführt. Darin werden insgesamt 33 bevölkerungsschutzrelevante Gefährdungen systematisch auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und auf das mögliche Schadensausmass hin analysiert.

Als grösstes Risiko wurde eine Stromunterversorgung von 30% während mehrerer Wintermonate identifiziert. Laut dem Bericht würde ein derartiges Szenario «zu grossen Personenschäden» und darüber hinaus «zu immensen ökonomischen und immateriellen Schäden für die Wirtschaft und für die Gesellschaft» führen. Insgesamt sei mit einem Schaden von über hundert Milliarden Franken zu rechnen. Die Häufigkeit für das Auftreten eines derartigen Ereignisses wird auf einmal in dreissig bis hundert Jahren geschätzt.

Hitzewelle und Sturm

Neben den zwei grössten Risiken Stromausfall und Pandemie gibt es laut dem BABS «eine ganze Reihe von weiteren Katastrophen und Notlagen, die ebenfalls ein relativ grosses Risiko darstellen». Erwähnt werden im Bericht etwa ein regionaler Stromausfall, eine Hitzewelle, ein Erdbeben, ein Sturm, eine Flüchtlingswelle oder ein Meteoriteneinschlag. Um welche weiteren Katastrophen es sich konkret handelt, erfahren Sie hier.

Der Risikobericht 2015 dient als Grundlage für die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes als Bestandteil der gesamten Sicherheitspolitik in der Schweiz. Die Kantone können die Erkenntnisse und Produkte aus der nationalen Analyse ebenfalls verwenden, um ihre eigene kantonale Katastrophenvorbereitung weiterzuentwickeln.

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