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Auf der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Tiefenlager sollen drei Gebiete weiter unter die Lupe genommen werden. Das empfiehlt die Aufsichtsbehörde ENSI nach der Analyse der Nagra-Unterlagen. Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich bis Ende 2018.

Das ENSI (Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat) empfiehlt, die drei Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost in Etappe 3 der Standortsuche für geologische Tiefenlager für radioaktive Abfälle weiter zu untersuchen. Dies ist das Hauptergebnis der seit Januar 2015 (ekson.ch berichtete) laufenden Analysen des ENSI zu den von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) eingereichten Unterlagen.

Im Unterschied zur Nagra beurteilt das ENSI die Zurückstellung des Standortgebiets Nördlich Lägern unter Berücksichtigung der bestehenden Ungewissheiten als nicht robust begründet. Dies und mehr erklärt ENSI-Direktor Hans Wanner im Video-Interview unten.

Bundesrat entscheidet bis Ende 2018

Der Bundesrat wird gemäss Bundesamt für Energie «unter Kenntnis aller relevanten Fakten» voraussichtlich bis Ende 2018 über den Abschluss von Etappe 2 der Standortsuche entscheiden. Damit wird der Bundesrat festlegen, welche Standortgebiete in Etappe 3 tatsächlich vertieft untersucht werden sollen.

Entscheidet der Bundesrat, das Standortgebiet Nördlich Lägern wie vom ENSI vorgeschlagen nicht zurückzustellen, so müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Um zeitliche Verzögerungen zu verhindern, hat die Nagra bereits mit den 3D-seismischen Messungen des Untergrunds in diesem Gebiet begonnen, wie eksoch.ch berichtete.

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