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Die Zeichen stehen auf Harmonisierung: Ab Sommer 2017 sollen Handys, Tablets und Co. mit einem einheitlichen Ladekabel und einheitlichen Anschlüssen ausgestattet sein. Durch diese Massnahme soll es weniger Ladegeräte und somit weniger Elektroschrott geben.

Der Bundesrat hat im November 2015 die Revision zweier Verordnungen über Fernmeldeanlagen (FAV; SR 784.101 .2) und  Verordnung über die elektromagnetische Verträglichkeit (VEMV; SR 734.5) verabschiedet. Ziel ist es unter anderem, die technischen Anforderungen elektrischer Geräte in der Schweiz mit denjenigen der Europäischen Union (EU) zu harmonisieren. Damit zieht die Schweiz mit der EU gleich, die einen einheitlichen Stromanschluss bereits im März 2014 beschlossen hat. Die FAV wird am 13. Juni 2016 in Kraft treten. Es ist eine Übergangsphase von einem Jahr vorgesehen, damit sich der Markt an die neuen Regeln anpassen kann. Die VEMV wird am 20. April 2016 in Kraft treten. Diese beiden Daten entsprechen jenen, die für die Änderung der entsprechenden Gesetzgebungen der EU-Länder festgelegt worden sind.

Von Micro-USB auf USB-C

Welcher Standard sich künftig durchsetzen wird, ist noch offen. Der aktuelle Stand der Technik sieht so aus, dass Handyhersteller gerade vom Micro-USB-Stecker auf den neueren und beidseitigen USB-C-Stecker wechseln. Microsoft und Google bringen im November 2015 entsprechende Geräte auf den Schweizer Markt. Hersteller wie Samsung oder Sony dürften im kommenden Jahr nachziehen. Apple hat in den letzten Monaten klargemacht, dass das Unternehmen nicht nur Handys und Tablets, sondern auch allerhand Zubehör von der TV-Fernbedienung bis zum Tablet-Stift künftig mit seinem eigenen Lightning-Kabel laden werde. Jetzt müssen sich die Behörden erst einmal auf einen Standard einigen.

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