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Die von Photovoltaikanlagen bebaute Fläche in der Schweiz hat im Jahr 2015 um rund zwei Millionen Quadratmeter zugenommen. Der Ausbau blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Für den Branchenverband Swissolar ist dies zu wenig.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 220-mal mehr Energie als wir brauchen. Das Jahr 2015 bleibt als besonders warm, sonnig und niederschlagsarm in Erinnerung. Anhaltendes Schönwetter mit Warmluftzufuhr bescherte überdies der Schweiz den mildesten Dezember seit Messbeginn 1864. Und es war das drittsonnigste Jahr seit 1981, die Sonneneinstrahlung lag 6-7 Prozent höher als 2014. Das hat sich auf die Erträge der Solaranlagen ausgewirkt: An einzelnen Tagen im Sommer stammten tagsüber fast 20 Prozent des verbrauchten Stroms von der Sonne, während es im Jahresdurchschnitt nach provisorischen Schätzungen von Swissolar rund 2 Prozent waren. Für den Branchenverband ist dies zu wenig – so sei die Energiewende wohl kaum zu schaffen. In Italien und Deutschland stammen bereits rund 8 bzw. 7 Prozent des Stroms von Solaranlagen.

Laut Swissolar müssen mehr Dächer in der Schweiz mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Die Schweizer Solarindustriebranche sei noch immer mit zu hohen Hürden konfrontiert. Für grosse Anlagen fehle der Anreiz durch die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), da angesichts knapper Mittel nur kleine Jahreskontingente freigegeben werden könnten. Daher bestehe eine Warteliste von über 35 000 Gesuchen. Gemäss Swissolar wird 2016 Solarstrom die wichtigste erneuerbare Stromquelle der Schweiz nach der Wasserkraft.

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