Christian Amsler, Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, OK-Präsident Marcel Theiler und der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle (v. l.) machen sich für den slowUp Schaffhausen-Hegau stark.

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38 Kilometer kreuz und quer über die deutsch-schweizerische Grenze: Das ist der slowUp Schaffhausen-Hegau. Jedes Jahr machen Tausende mit – vor allem auf dem Velo, aber auch mit Skates oder Kickboard.

Einfach mal das Auto stehen lassen. Seit dem ersten slowUp im Jahr 2000 in Murten haben die autofreien Erlebnistage in der Schweiz eine Erfolgsgeschichte hingelegt. Inzwischen ist es eine landesweite Veranstaltung, die seit 2005 mit dem slowUp Schaffhausen-Hegau sogar grenzüberschreitend und damit international geworden ist. «Sechsmal überqueren wir die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland», erzählt Marcel Theiler, Präsident des Organisationskomitees. Mit dabei beim slowUp sind Junge und Alte, Kinder und Familien. «Viele machen jedes Jahr wieder mit.»

slowUp Schaffhausen-Hegau 2018 (Foto-Michael-Kessler)

Buntes Rahmenprogramm

Die Strecke führt vom Start- und Endpunkt Schaffhausen über Thayngen ins deutsche Gottmadingen, zurück in die Schweiz nach Buch und Ramsen, weiter nach -Gailingen (D) und über das Schweizer -Dörflingen nach Büsingen in Deutschland. Immer schön im Uhrzeigersinn, damit es keine Zusammenstösse gibt. Zudem sind entlang der Strecke unzählige Helfer im Einsatz. Polizei und Verkehrskadetten sorgen für die Strassensperrungen, in jedem Ort gibt es Festwirtschaften und Musik. «Die Idee, den slowUp grenzüberschreitend durchzuführen, stammte damals von der Koordinationsstelle für Aussenbeziehungen des Kantons Schaffhausen», erzählt Christian Amsler, Regierungsrat des Kantons. Eine Idee, die auf deutscher Seite beim Landkreis Konstanz auf offene Ohren stiess. Kein Wunder, ist doch der slowUp gut für die Gesundheit und das Klima. «Man kann in Ruhe die Landschaft geniessen, bewegt sich mit eigener Muskelkraft fort und lebt die gute Nachbarschaft», sagt der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle.

Genuss statt Tempo

Wem die Steigungen entlang der Strecke dabei kräfte-mässig zu schaffen machen, darf zudem ein E-Bike benutzen. «Wir achten darauf, dass E-Bike-Fahrer sich mit der Geschwindigkeit an die anderen Teilnehmenden anpassen», sagt OK-Präsident Theiler. Selbst für Rollstuhlfahrer, für die eigens -Toiletten aufgestellt sind, ist die grossmehrheitlich asphaltierte Strecke geeignet.

Generell geht es bei dem slowUp, wie auch schon der Name sagt, nicht um Tempo, sondern um Genuss in der Natur. «Es ist kein sportlicher Wettbewerb», betont Regierungsrat Amsler. «Jeder und jede kann die Strecke in seinem Tempo fahren.» Auch sei es egal, ob man die gesamte, die halbe oder die doppelte Strecke fahre. Damit alle unversehrt ankommen, sind Helme für Velofahrer empfohlen, und an der Strecke sind für den Notfall -Sanitäter postiert. Zudem werden sämtliche Anwohner der slowUp-Strecke vorab über die Strassen-sperrungen -informiert, damit Autos und Langsamverkehr einander nicht in die Quere kommen.

Jeweils zum Abschluss der Veranstaltung macht Marcel Theiler dann noch eine -Kontrollfahrt. Dabei sammelt er auch -etwaigen Abfall entlang des Rundkurses ein. «Es wird kaum etwas weggeworfen», berichtet er. Beim letzten Mal war der 35-Liter-Beutel nicht einmal zu einem Viertel gefüllt. Die Entschleunigung trägt -offenbar auch zu mehr Achtsamkeit für -Natur und Umwelt bei – ganz im Sinne der slowUp-Idee. Inken De Wit

Nächster slowUp

Schaffhausen-Hegau
Sonntag, 19. Mai 2019

www.slowup.ch

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