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Neue Stromquellen braucht das Land

Keine Schwarzmalerei: Der Schweiz geht der Strom aus. Spätestens um 2020 drohen echte Engpässe. Das sagen viele Experten und Verantwortliche, darunter auch das Bundesamt für Energie.

Die Gründe für die drohende Stromlücke sind vielfältig: Die fünf Schweizer Kernreaktoren, die zurzeit rund 40 Prozent der im Inland produzierten elektrischen Energie liefern, werden nach und nach stillgelegt. Das Ende der Betriebsdauer des Kernkraftwerks Beznau ist ab 2020 absehbar. Ausserdem laufen ab 2016 sukzessive wichtige Strom-Lieferverträge mit Frankreich aus. Geltendes EU-Recht verhindert in Zukunft, dass die europäischen Nachbarn weiterhin die Schweiz bevorzugt beliefern werden. Aber selbst wenn das so wäre – die langfristige Abhängigkeit von Stromimporten aus dem Ausland widerspricht der vom Bundesrat angestrebten Versorgungssicherheit unseres Landes.

Steigender Bedarf
Als zusätzlicher Grund für den drohenden Engpass tritt etwas auf den ersten Blick Paradoxes hinzu: die Anstrengungen für höhere Energieeffizienz. Wer sein gut isoliertes Haus statt mit einer Ölheizung mithilfe einer elektrischen Wärmepumpe heizt, braucht insgesamt deutlich weniger Energie. Allerdings kommt als Energieform dann Elektrizität statt Heizöl zum Einsatz. Ähnliche Konsequenzen könnte der Trend zu Elektrofahrzeugen im Strassenverkehr haben: Weniger Benzin heisst weniger schädliche Klimagase, aber mehr Stromverbrauch. Angesichts dieser Lage denken Stromproduzenten intensiv darüber nach, wie die sich abzeichnende Lücke bei der Energieversorgung der Schweiz zu überwinden ist.

Stromperspektiven 2020
2005 hatte die Axpo erstmals eine Studie "Stromperspektiven 2020" veröffentlicht. Inzwischen liegt eine aktualisierte Ausgabe (PDF) mit neuen Erkenntnissen vor.

Weiteres unter www.axpo.ch

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