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Hochleistung im Leitungsnetz

Ohne Strom läuft praktisch nichts – das ist eine Tatsache! Dennoch sind wir uns kaum bewusst, wie wichtig der Faktor Elektrizität für die Wirtschaft ist. Von der Industrie bis zum Haushalt: Ohne Strom geht es nicht.

Strom muss immer genau dann produziert und eingespeist werden, wenn die Kunden ihn benötigen. Dafür sorgen die Mitarbeitenden der Schweizer Energieversorger. Sie haben vor rund 100 Jahren ihre Netze zusammengeschaltet, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Wenn eine Verbindung unterbrochen wird, etwa weil ein Bagger ein Stromkabel beschädigt, können die Netzleitstellen  innerhalb kürzester Zeit den Strom über eine andere Leitung führen, ohne dass der Kunde etwas bemerkt.

Verbundnetz und Versorgungssicherheit

Der Stromverbund ermöglicht den Ausgleich von Energieüberfluss und Energiemangel zwischen einzelnen Regionen, eine bessere Auslastung und damit den wirtschaftlichen Betrieb der Kraftwerke sowie die Versorgungssicherheit als Voraussetzung für eine gut funktionierende Wirtschaft. www.axpo.ch

Das Stromnetz der Schweiz ist in vier Spannungsebenen aufgeteilt:

  • Höchstspannung 220 bis 380 kV
  • Hochspannung 50 bis 150 kV
  • Mittelspannung 10 bis 36 kV
  • Niederspannung bis 1 000 V

www.poweron.ch

Das Verbundnetz greift auch über die Landesgrenzen hinweg und ist so ein Teil des europäischen Netzes, über das sich der internationale Stromaustausch abwickelt.

Seit dem 15. Dezember 2006 betreibt die swissgrid, als nationale Gesellschaft, das Höchst- und Hochspannungsnetz. Sie ist verantwortlich für den sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb des Netzes.

Swissgrid ist gut mit dem europäischen Stromverbund vernetzt.

Europäisches Verbundnetz

Europäisches Verbundnetz

Da die Netze in Europa miteinander verbunden sind, laufen alle Generatoren in Westeuropa im selben Takt, nämlich mit 50 Schwingungen pro Sekunde. Man nennt dies Netzfrequenz. Sie beträgt 50 Hertz. Damit erreicht man eine hohe Stromversorgungssicherheit. Stromverbrauch und Stromproduktion werden durch viele Faktoren beeinflusst, wie z. B. Jahreszeit, Wochentag, Tageszeit, Freizeitverhalten, Wasserfluss, Verfügbarkeit von Kraftwerken oder Kraftwerksausfälle.
www.poweron.ch

Service Public

Zitat Bundesrat:
„Service Public umfasst die Grundversorgung mit Infrastrukturgütern und -dienstleistungen, welche für alle Bevölkerungsschichten und Regionen des Landes zu gleichen Bedingungen in guter Qualität und zu angemessenen Preisen zur Verfügung stehen sollen.“

Im Zusammenhang mit der Stromversorgung wird allgemein von „Service Public“ gesprochen. Das Hauptziel besteht in der Grundversorgung zu vernünftigen Preisen. Die Voraussetzungen hierfür sind der sichere Betrieb, Versorgungspflicht, Preissolidarität (Netz, Energie) und der Zugang zu preiswerter Energie.

Europäisches Verbundnetz

Das Stromnetz als natürliches Monopol unterliegt keinem direkten Wettbewerb. Bau und Unterhalt orientieren sich an den internationalen Normen und Empfehlungen anerkannter Fachorganisationen. Weil die Sicherheit des Gesamtnetzes von der Sicherheit eines einzelnen Netzabschnittes abhängt, müssen technische und betriebliche Mindestanforderungen für den Netzbetrieb vorhanden sein. Die Netzbetreiber erhalten die zum Bau und Unterhalt eines sicheren und effizienten Netzes notwendigen Kosten durch die Netznutzer vergütet.

Stromhandel

Der grenzüberschreitende Stromhandel spielt für die Schweiz auch wirtschaftlich und versorgungstechnisch eine grosse Rolle. Der Saldo aus dem Stromaussenhandel mit einem Ausfuhrüberschuss von ca. fünf bis zehn Terawattstunden (TWh) ist durch die steigenden Grosshandelspreise auf über eine Milliarde Franken gestiegen. (Quelle: www.bfe.admin.ch)

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