EKS ON!
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Von Grossfamilien lernen

Dies könnte Ihre Familie sein
Dies könnte Ihre Familie sein

Eine Grossfamilie erfordert pragmatische Lösungen und Erfindungsreichtum. Denn sie ist nicht nur bereichernd, sondern sie kostet neben so manchen Nerven auch Geld.  Die EKS AG möchte von Grossfamilien lernen. Erzählen Sie uns und den EKS ON! Leserinnen und Lesern, wie Sie den Alltag möglichst (energie-)sparsam meistern!

Hier ist immer etwas los. Bereits früh morgens, wenn alle in den Tag starten, sind Organisationstalent und Gelassenheit gefragt. Während die Älteste hektisch nach dem Ladegerät für ihr Smartphone sucht, schreit jemand anders nach seinem Znünibrot, die Jüngste hat noch immer ihre Zähne nicht geputzt, schmutzige Wäsche wartet auf den nächsten Waschgang und der Einkauf muss auch noch dringend erledigt werden. Gerade ist das Lieblings-Müsli der Kinder ausgegangen und die Kaffeemilch ist auch fast leer. Eine Grossfamilie erinnert an das Management eines Kleinunternehmens, bei dem zudem jeder Tag ein Wasch-, Putz- und Einkaufstag ist.

Wie regeln Sie Mobilität und Haushalt?

Die EKS AG will vom Vielkinder- und -personenalltag grosser Familien lernen. Wir möchten erfahren, wie Sie Mobilität, Haushalt und Einkauf regeln. Wie schaffen Sie es zum Beispiel, das Essen für so viele Personen im Kühlschrank unterzubringen? Was und wo kaufen Sie ein –­ oder kommt das Essen vielleicht aus dem eigenen Garten? Wie gelingt es, dass sich die Stromrechnung trotz der Smartphones, Fernseher und Spielkonsolen vieler Kinder im Rahmen hält? Wie waschen und trocknen Sie so viel Wäsche? Oder wie transportieren Sie alle Familienmitglieder von A nach B? Was machen Sie in den Ferien? Und in welchem Haus lebt es sich am besten mit so vielen Personen? Wir sind gespannt auf Ihre Antworten!

Mitmachen können alle Familien, bei denen mindestens sieben Personen in einem Haushalt leben. Egal ob klassische Familie, Patchwork oder Mehr-Generationen-Haushalt. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Wir stellen im Verlauf des Jahres verschiedene Familien und ihre individuellen Lösungen vor. Jede teilnehmende Familie erhält 500 Franken auf ihr EKS Stromkonto gutgeschrieben; Familien, die ihren Strom nicht von der EKS AG beziehen, erhalten das Geld bar ausgezahlt.

Inken De Wit

Grosfamilien in der Schweiz
Grosfamilien in der Schweiz

1930 betrug der Anteil an Grossfamilien 36 %
1980 waren es noch 19 %
Sither bleibt der Anteil an Grossfamilien konstant.

5/5 Sterne (1 Stimme)

«Es ist ein gutes Gefühl, viele zu sein»

Käthi Kaufmann-Egger
Käthi Kaufmann-Egger

Vor gut 20 Jahren gründete Käthi Kaufmann-Eggler die Interessengemeinschaft «IG Familie 3 plus», um Familien mit drei Kindern und mehr untereinander zu vernetzen. Einmal im Jahr findet ein Familientag statt und die IG setzt sich bei Parteien, Verbänden und Sozialpartnern für kinderreiche Familien ein.

Warum haben Sie die «IG Familie 3 plus» gegründet?
Käthi Kaufmann-Eggler: Die Interessengemeinschaft ist aus meiner eigenen Geschichte heraus entstanden. Ich bin selbst Mutter von fünf Kindern und hatte oft das Gefühl, dass ich mit meinen Fragen ganz allein stehe, weil kleinere Familien meine Situation nur bedingt nachvollziehen können. Dabei gibt es ganz viele grosse Familien – zu unserem Netzwerk zählen inzwischen über 3 000.

Warum entscheiden sich Menschen für eine Grossfamilie?
Es ist ein gutes Gefühl, viele zu sein. Man kann ganz viel zusammen unternehmen und es gibt einem Kraft. Die meisten Menschen mit einer grossen Familie erlebe ich als starke, belastbare Persönlichkeiten, denen Kinder und eine Familie Freude machen. Und ab einer bestimmen Familiengrösse erziehen sich die Kinder gegenseitig, indem sie voneinander lernen.

Wie kamen Sie selbst zu Ihrer Grossfamilie?
Ich bin Lehrerin und fand viele Kinder schon immer cool. Als wir aus beruflichen Gründen meines Mannes einige Jahre mit der Familie ins Ausland gingen und ich meinen Beruf nicht ausüben konnte, haben wir beschlossen, dass wir die Familie vergrössern. Vor dem Auslandsaufenthalt hatten wir zwei Kinder und hinterher waren es fünf.

Was sind die Vorteile und was die grössten Herausforderungen?
Wohnung und Transport sind für die meisten Grossfamilien das Schwierigste. So viele Kinder brauchen Platz und machen Lärm. Daher ist ein Haus auf dem Land ideal. Das kann sich natürlich nicht jeder leisten. Ausserdem braucht man dort ein grosses Auto beziehungsweise einen Kleinbus. Der Vorteil ist, dass die Kinder ganz viel Sozialkompetenz von zu Hause mitbekommen. Sie lernen, sich in einer Gruppe zu behaupten und auch mal einzustecken.

(idw)

IG Familie 3plus, Postfach 4053, 8021 Zürich, www.ig3plus.ch

500

Franken für die Familienkasse

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