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Nirgends in der Schweiz wird prozentual so viel Blauburgunder angepflanzt wie in Schaffhausen. Fast 70 Prozent der 484 Hektar Reben sind mit Pinot noir, dem Blauburgunder, bepflanzt. Nach dem Kanton Zürich ist Schaffhausen das zweitgrösste Weinanbaugebiet der Deutschschweiz. Die meisten der rund 440 Weinbauern pflegen ihre Reben im Nebenerwerb oder als Hobby.

Wein für die heilige Messe

Seit fast tausend Jahren wird Wein in der Region nachweislich angebaut. Wie Schriften bezeugen, besass das Schaffhauser Kloster «zu Allerheiligen» schon im Jahr 1100 einen Weinberg bei Hallau. Die Ordensleute benötigten den Wein für die heilige Messe. Man geht jedoch davon aus, dass bereits die Römer Reben auf dem Reiat und am Randen gepflanzt haben.

Das ideale Klima

Der Blauburgunder findet in Schaffhausen das ideale Klima. Er liebt es eher kühl, wobei es weder zu trocken noch zu nass sein darf. Der Schwarzwald, Randen und Reiat spenden optimal Wind- und Regenschatten. Zudem gedeiht der Pinot noir besonders gut auf kalk- und nährstoffreichen Böden, die vor rund 50 000 Jahren der mäandernde Rhein, der Kalk und Ton mit sich brachte, hier zurückliess.

Wachsam beobachten die Rebbauern die steigenden Temperaturen der vergangenen Jahre. Noch profitieren sie vom Klimawandel. Wie aber reagieren, wenn es dem Blauburgunder zu warm wird? Denn steigt mit der Temperatur der Zuckergehalt in den Trauben und damit nach der Gärung auch der Alkoholgehalt, verliert der Wein an Finesse und nur eine frühere Ernte oder eine andere Rebenpflege kann dann noch helfen. (idw)

Geschichte des Weinbaus

Das Weinbaumuseum in Hallau ist von April bis Oktober am Sonntagnachmittag geöffnet.

www.sh-weinbaumuseum.ch

Übernachten im Weinfass

In Trasadingen können Gäste bei der Winzerfamilie Rüedi in Weinfässern schlafen.

www.rueedi-ferien.ch

Die Vielfalt des Weins

Im Vinorama in Schaffhausen werden über sechzig verschiedene Weine angeboten.

www.blauburgunderland.ch

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